Herkunft: Russland

Michail Schischkin

Michail Schischkin wurde 1961 in Moskau geboren. Nach Abschluss eines Studiums der Germanistik und der Anglistik an der dortigen Staatlichen Pädagogischen Universität schrieb er drei Jahre lang für die Jugendzeitschrift »Rowesnik«, bevor er die nächsten zehn Jahre Deutsch und Englisch an einer Moskauer Schule unterrichtete. 1995 übersiedelte er nach Zürich

Marina Litwinenko

Marina Litwinenko wurde 1962 in Russland geboren. Die ausgebildete Tänzerin lernte 1993 ihren späteren Mann, den russischen Ex-Spion und Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko kennen, der im November vergangenen Jahres mittels der radioaktiven Substanz Polonium-210 ermordet wurde. Im Juni erschien das von Marina Litwinenko und Alex Goldfarb verfasste Buch „Tod eines Dissidenten“,

Ljudmila Ulitskaja

Ljudmila Ulitzkaja wurde 1943 in der Zeit der Evakuierung im Ural geboren. Sie wuchs ab dem zweiten Lebensjahr in Moskau auf, wo sie nach dem Schulabschluß Biologie studierte. Zwei Jahre lang arbeitete sie als Genetikerin am Akademieinstitut in Moskau, bis sie 1969 wegen der illegalen Abschrift und Verbreitung von Samisdat-Literatur

Ljudmila Petruschewskaja

Ljudmila Petruschewskaja wurde 1938 in Moskau geboren. Sie entstammt einer Intellektuellenfamilie, die über mehrere Generationen, bis zum Beginn der Perestroika, Repressalien ausgesetzt war. Petruschewskaja absolvierte an der Lomonossow-Universität ein Journalistikstudium und arbeitete anschließend von 1957 bis 1973 als Rundfunk- und Fernsehjournalistin. In den Jahren 1974 bis 1982, als sie ihre

Lilia Schewzowa

Lilia Schewzowa graduierte am Moskauer staatlichen Institut für Internationale Beziehungen, wo sie inzwischen als Professorin lehrt. Als Senior Associate arbeitet sie bei der Carnegie-Stiftung für Internationalen Frieden in Moskau. Schewzowa ist Autorin und Co-Autorin mehrerer Bücher, darunter die Bestseller »Yeltsin’s Russia: Myths and Reality« (1999) und »Putin’s Russia« (2005). © internationales

Julia Kissina

Julia Kissina wurde 1966 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew geboren, lebte in Moskau und studierte an der dortigen Filmhochschule im Fachbereich Drehbuch. 1990 zog sie nach Deutschland, wo sie an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte. Kissina gehört zum Kreis des Moskauer Konzeptualismus und zählt zu den beliebtesten

Jelena Schwarz

Jelena Schwarz wurde 1948 in St. Petersburg geboren, wo sie auch heute lebt. Bereits im Alter von dreizehn Jahren schrieb sie ihre ersten Gedichte. 1971 absolvierte sie ihr Studium am Leningrader Institut für Theater-, Musik- und Filmwissenschaften und arbeitete anschließend als Übersetzerin, Lyrikerin und Essayistin. Seit den sechziger Jahren publizierte

Irina Scherbakowa

Irina Scherbakowa wurde 1949 in Moskau geboren. Sie ist Historikerin, Publizistin und Übersetzerin. Ende der siebziger Jahre begann sie ihre Sammlung von Tonbandinterviews mit Opfern des Stalinismus, seit 1991 forscht sie in den Archiven des KGB. Sie ist Professorin für Zeitgeschichte in Moskau, gehört dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald in

Irina Prochorowa

Irina Prochorowa studierte in Moskau Anglistik. Sie war Herausgeberin der Zeitschrift »Literaturnoje Obozrenie« und gründete das unabhängige akademische Journal »Novoje Literaturnoje Obozrenie«, deren Chefredakteurin sie ist, sowie den gleichnamigen Verlag. Prochorowa organisiert regelmäßig akademische Konferenzen. Sie war Vorsitzende des Russischen Booker-Preis-Komitees und wurde 2005 zum Chevalier de l’Ordre des Arts

Igor Levit

geboren 1987 in Nischni Nowgorod, ist ein russisch-deutscher Pianist. Er absolvierte sein Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit 2010 spielt Levit weltweit Konzerte und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. 2014 mit dem Echo Klassik. Diesen gab er aus Protest gegen die Auszeichnung der Rapper

Grigori A. Jawlinski

Grigori A. Jawlinskiist der Gründer und Fraktionsführer der liberalen russischen Partei Jabloko. Er studierte Wirtschaftslehre am Moskauer Plechanow-Institut für Volkswirtschaft, arbeitete an der Akademie der Wissenschaften und im russischen Arbeitsministerium. 1990 war er stellvertretender Ministerpräsident, ein Jahr später wurde er Berater von Präsident Gorbatschow. 1996 und 2000 kandidierte er für

Grigori M. Pasko

Grigori M. Pasko arbeitete als Militärjournalist der russischen Pazifikflotte. Nachdem ein japanischer Fernsehsender seinen Film »Höchste Gefahrenzone« ausstrahlte, der zeigt, wie ein Tanker der russischen Marine radioaktiven Abfall im Japanischen Meer verklappt, wurde Pasko des Hochverrats und der Spionage angeklagt und verurteilt. 2006 erschien in Deutschland das Buch „Die rote