
Irina Scherbakowa
- Russland
- Zu Gast beim ilb: 2005, 2025
geboren 1949 in Moskau, ist Kulturwissenschaftlerin, Germanistin und Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation »Memorial«. Über drei Jahrzehnte prägte sie die historische Bildungsarbeit der Organisation maßgeblich durch innovative Bildungsprogramme und Oral-History-Projekte. Nach der zwangsweisen Auflösung von »Memorial« durch die russischen Behörden engagiert sie sich seit 2023 im Berliner Exil mit dem Projekt »Zukunft Memorial« für die Erinnerungskultur weiter. Sie kuratiert unter anderem für die Gedenkstätte Buchenwald und die Aktion Sühnezeichen. Sie ist Herausgeberin von Bänden zu den Themen Stalinismus, Totalitarismus, GULAG und Gedächtnispolitik. Für ihr langjähriges Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Verdienstkreuz am Bande (2005), der Goethe-Medaille (2017), dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (2019) sowie dem Marion-Dönhoff-Preis (2022).
Stand: 2025
Der Russland-Reflex. Einsichten in eine Beziehungskrise [Hrsg. v. Scherbakowa et. al.]
Edition Körber-Stiftung
Hamburg, 2015
Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte
Droemer Knaur
München, 2017
Memorial. Erinnern als Widerstand [Hrsg. v. Scherbakowa et. al.]
C.H. Beck
München, 2025
Der Schlüssel würde noch passen
Droemer Knaur
München, 2025