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Elle McNicoll: Wie unsichtbare Funken

Gespräch, Lesung, Q&A Im Schulunterricht erfährt Addie von Frauen, die vor Jahrhunderten in ihrem Dorf als Hexen verurteilt wurden – weil ihre Mitmenschen sie nicht verstanden haben. Missverstandenwerden kennt Addie sehr gut. Sie muss sich tagtäglich verstellen und verstecken, dass ihre Umgebung sie oft überreizt. Trotzdem wird sie in der

Katya Balen: October, October

Gespräch, Lesung, Q&A Octobers Leben wird komplett umgeworfen, nachdem ihr Vater an ihrem 11. Geburtstag einen schweren Unfall hat. Als sie nun während der Genesung ihres Vaters zu ihrer Mutter in die Großstadt ziehen muss, findet sie sich in einem völlig neuen Leben wieder: Nichts erinnert mehr an ihr zurückgezogenes

Eröffnung junges ilb: Manjeet Mann – Run, Rebel

Eröffnungsrede, Gespräch, Lesung, Q&A Amber fühlt sich nur so richtig frei, wenn sie rennt. Sie rennt, um ihrem Alltag zu entkommen. Ihr Alltag ist geprägt von einem gewalttätigen und kontrollierenden Vater, der immer mehr abstürzt und im Alkohol versinkt. Amber und ihre Mutter sehnen sich nach Unabhängigkeit und Freiheit. Nicht

Atlas der Abwesenheit

»Es gibt weltweit keinen Staat, der mehr Objekte aus Kamerun in öffentlichem Besitz hält als die Bundesrepublik Deutschland«. Zu diesem Schluss kommt der »Atlas der Abwesenheit«, der als Gemeinschaftsprojekt der TU Berlin und der Université de Dschang, Kamerun entstand. Seine Kartografierung von 40.000 Entitäten in deutschen Museen stellt einen bedeutenden

22 Jahre internationales literaturfestival berlin. Rückblick und Ehrung Ulrich Schreibers

Nach 22 Jahren hat Ulrich Schreiber Ende März die Leitung des internationalen literaturfestival berlin niedergelegt. Damit ist eine Ära zu Ende gegangen. Vor einem Vierteljahrhundert wurde das Festival erdacht. Es hat sich im Lauf der Jahre zu einem der renommiertesten Literaturfestivals weltweit entwickelt. Zeit, zurückzuschauen: Ganz wesentlich hat Ulrich Schreiber

Festivaleröffnung

Begrüßung: Lavinia FreyGrußworte: Claudia Roth (Kulturstaatsministerin und Schirmfrau des Festivals) und Joe Chialo (Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) Francesca Melandri eröffnet das 23. ilb mit ihrer Rede »The Ultrasound of Silence«. Die Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur und vergessener Geschichte prägt Melandris Werk.»Fehlende Daten auf Denkmälern. Ausgelassene Worte in nationalen Verfassungen.

Dinçer Güçyeter: Unser Deutschlandmärchen

Für seinen autofiktionalen Roman mit poetischer, oft mythischer Bildsprache, der generationenübergreifenden Geschichte einer türkischen Einwander:innenfamilie, wurde Dinçer Güçyeter mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2023 ausgezeichnet. Der Gedichtband »Mein Prinz, ich bin das Ghetto« des Peter-Huchel-Preisträgers für Lyrik 2022 widmet sich ebenfalls der Suche nach den Wurzeln der eigenen Herkunft

Stories from Kabul: Afghanische Gegenwartsliteratur

Zwei prominente afghanischen Autor:innen lesen aus ihren jüngsten Werken: Homeira Qaderi kommt den weiten Weg aus den USA, um Einblicke in ihr erfolgreiches Memoir »Dich zu verlieren oder mich« zu geben, während der heute in Großbritannien lebende Siamak Herawi seinen neu ins Englische übersetzten Roman »Tali Girls« vorstellt. Die beiden

Refugee Futures. Political Challenges and Chances

Weltweit sind Menschen auf der Flucht vor Katastrophen, Unterdrückung, Krieg und Gewalt. Fehlende legale Wege nach Europa zwingen sie, gefährliche Routen zu nehmen. Analog setzen die meisten Regierungen auf Abschreckung und Pushbacks. Flüchtlingspolitik-Experte Gerald Knaus und Reporter Mark Isaacs sprechen mit der afghanischen Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Homeira Qaderi über die

Abgesagt: Oh Boy! Über neue Männlichkeit[en]

Liebes Publikum des 23. internationalen literaturfestival berlin, die Veranstaltung »Oh Boy! Über neue Männlichkeit[en]« muss leider abgesagt werden. Valentin Moritz, Mitherausgeber der Anthologie »OH BOY. Männlichkeit*en heute«, thematisiert in seiner Veröffentlichung im genannten Buch sein eigenes sexuell übergriffiges Verhalten. Dank der Berliner Initiative »Keine Show für Täter« sind wir darauf

New Magical Realisms

Wer entscheidet eigentlich, wo die Wirklichkeit endet und das Magische beginnt? Die Autor:innen Ibtisam Azem, Bora Chung und Shehan Karunatilaka, deren preisgekrönte Texte mit Elementen des Magischen Realismus spielen, diskutieren das Erbe des Genres: Woher kommt die Tendenz zur Exotisierung des Magischen? Im Gespräch loten sie aus, welche Kritik an

Wie Literatinnen in Nigeria soziale Utopien formen

Trotz der schwierigen Lage in Nigeria gibt es eine starke Frauenbewegung, vor allem in den Bereichen Kunst und Literatur. Junge Frauen stehen auf den Schultern der Pionierinnen und schreiben mutig über Unterdrückungsmechanismen und patriarchale Strukturen, entwerfen soziale, postkoloniale Utopien. Ihre Stimmen sind visionär, humor- und kraftvoll. Das Panel beleuchtet die