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FRED DUVAL & INGO RÖMLING: Metropolia: Berlin 2099

Eine Weltstadt mit pulsierendem Nachtleben, Wohnungskrise und Second-Hand-Shops… Aber ist Berlin 2099 noch das Berlin von 2025? Nein! An der Schwelle zum nächsten Jahrhundert sind Tänzer:innen zu Cyborgs, Hausverwaltungen zu KIs und Transport zum Luxus geworden. Das Autoren- und Zeichnerduo Fred Duval und Ingo Römling präsentiert in diesem Cyberpunk-Krimi die

JAVIER ZAMORA: Solito. Eine wahre Geschichte

Ein 9-jähriger durchquert auf dem Weg zu seinen Eltern Wüsten, übersteigt Zäune, wird festgenommen. Als Erwachsener schreibt er über die Reise von El Salvador in die USA, die von Entwurzelung und Wi- derstandskraft geprägt ist. Javier Zamora erzählt von Menschen, die ihn begleiteten, durch Guatemala, Mexiko, an der US-Grenze, von

A Woman’s Nature?!

Was bedeutet Geschlecht in einer Welt, die nach neuen Formen des Zusammenlebens sucht – über Arten- und Körpergrenzen hinweg? Für Gabriela Wiener ist der Körper ein antikoloniales Labor der Nähe, Luisa Reyes Retana schreibt von weiblichen Kollektiven als Ort des Widerstands. Eliana Hernández-Pachón sucht in ihrer Lyrik nach einer posthumanen

Schreiben wie ein Fluss denkt: Verleihung Deutscher Preis für Nature Writing 2025

Drei Flüsse, drei Länder, eine Sprachbewegung: Franziska Füchsl erhält den diesjährigen Nature Writing Preis für »Am Rande der Müh«, einen poetischen Text über das westliche Mühlviertel, seine wassergewordene Topographie und das Denken entlang des Flusses. Mit verspieltem Gestus verwebt Füchsl Geologie und Geschichte. Ihr Text tastet sich an die Ränder

GABRIELA WIENER: Huaco Retrato – Unentdeckt

Ein Ururgroßvater, der im 19. Jahrhundert tausende Artefakte aus Peru und Bolivien nach Europa brachte – und beinahe Machu Picchu entdeckte –; ein Vater mit Doppelleben und mittendrin: eine Erzählerin, die den Namen der Autorin trägt. Gabriela Wieners autofiktionales Werk ist ein wilder Ritt durch Vergangenheit und Gegenwart, der Zeit-

Neue Stimmen aus China

Shuang Xuetao – LièrénHUNTEREin Krankenwagen sucht nachts vergeblich ein Krankenhaus, ein gescheiterter Schauspieler versuchtsich auf einem Hochhausdach als Killer, ein einst legendärer Messerkämpfer schuftet in der Fabrik: Indem Erzählband »Lièrén« entwirft Shuang Xuetao ein China fern von Glanz und Metropole – Geschichtenaus dem industriellen Norden, geprägt von Gewalt, Sehnsucht und

Boxenstart: Mit KATHRYN SCANLAN und CLEMENS MEYER

»Boxenstart« [Ü: Jan Karsten] führt in die raue Welt der Pferderennbahnen, in das verlorene Hinterland der USA. Aus Gesprächen mit der Trainerin Sonia entsteht die Erzählung eines Lebens in dichten Vignetten – schnörkellos, hart und voller Tempo. 2025 lebt Scanlan als Stipendiatin der Kulturhauptstadt Europa zeitweise in Chemnitz. Gemeinsam mit

Literatur im Exil – Exil in der Literatur?

Was ist ›Exilliteratur‹? Handelt es sich um Literatur, die Exil thematisiert oder um Literatur, die im Exil entstanden ist? Kann man Literatur unter dem Begriff ›Exil‹ überhaupt zusammenfassen? Und wer definiert eigentlich, was Exil ist? Der Journalist Can Dündar und die Regisseurin Irene Langemann sprechen mit dem Autor Uwe Wittstock

Wandellesungen

In einer Reihe kurzer Lesungen stellen Autor:innen an vier verschiedenen Orten im Dokumentationszentrum Texte und Gedichte in Intervallen vor. Während der Pausen kann zwischen den Orten und Präsentationen gewandelt werden. Ausstellungssaal: Exil-Lyrik per Knopfdruck Ein Knopfdruck – ein Gedicht. Der Exil-Poesieautomat gibt Texte über Flucht, Heimat und Exil aus. Epochen-

Adlergestell. Ein Ostberliner Dschungel

Wie selbstbestimmt kann man sein Leben leben? In ihrem Debütroman »Adlergestell« erzählt Laura Laabs witzig und pointiert von drei Ostberliner Freundinnen, die alles riskieren, um sich im wiederver- einten Großstadt-Dschungel zu behaupten. Mit Radiomoderator Jürgen Kuttner – dessen »Sprechfunk« auch die Romanfiguren geprägt haben könnte – spricht die Autorin über

»Migrating has no beginning« – Narratives of Borders and Journeys

Wer darf heute wählen, wo er oder sie lebt – und wie prägt Migration Menschen, die sich auf den Weg machen? Die Autor:innen Javier Zamora und Tsitsi Dangarembga diskutieren, was es heißt, in einer Welt, die Bewegungsfreiheit zunehmend einschränkt und kriminalisiert über Migration zu schreiben. Es geht um die Überlagerung

ÉDOUARD LOUIS: Der Absturz

Am Anfang steht ein Todesfall: Mit 38 Jahren stirbt Édouard Louis‘ Bruder – ein begabter Handwerker, der der Sucht verfallen ist – an den Folgen seines Alkoholkonsums. Einmal mehr kehrt Louis daher in seinem neuen Roman ins Dorf seiner Kindheit zurück und erzählt von Klasse, Gewalt, Scham und den Versuch,