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ALAN HOLLINGHURST: Unsere Abende

Ein Wochenende auf dem Landsitz seiner Stipendiengeber verändert das Leben des 13-jährigen Dave Win – und markiert den Beginn einer langen Rivalität mit deren Sohn Giles. Über fünf Jahrzehnte erzählt Hollinghurst vom Leben eines schwulen Schauspielers im Schatten gesellschaftlicher Zwänge und eines Freundes, der zum gefährlichen Politiker wird. »Unsere Abende«

RÉMY NGAMIJE: Only Stars Know the Meaning of Space

Das Buch als literarisches Mixtape: Die A-Seite folgt ›Rambo‹, einem Autor kurz vor seinem Geburtstag – zwischen Selbstzweifeln, Träumen und den Zumutungen einer komplexen Welt. Die B-Seite versammelt scheinbar lose Erzählungen: Eine Einkaufsliste erzählt vom Verlust, ein Sofa wird zur Erinnerungslandschaft, Freundeskreise zerbrechen an Trennungsschmerz. Doch zwischen den Tracks entsteht

Ernstfall Zeitenwende

Steht Europa vor dem Krieg? Der russische Überfall auf die Ukraine hat eine Zeitenwende ausgelöst. Die Bundeswehr bereitet sich auf den Ernstfall vor. Laut Verteidigungsministerium muss sie wieder kriegstüchtig werden, um einen Angriff auf NATO-Gebiet abzuwehren. Ob die sicherheitspolitische Bedrohung realistisch ist und wie jetzt und zukünftig auf sie reagiert

BEA DAVIES: Super-GAU

Vierzehn Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima Daiichi erzählt Bea Davies »eindrucksvoll, leicht und dennoch mit ungeheurer erzählerischer Tiefe« [NDR] die Geschichten von acht Menschen aus Japan und Berlin, deren Leben auf eigentümliche Weise durch das Ereignis miteinander verknüpft sind. Mit eindringlichem Schwarz-Weiß-Strich fängt sie die Wucht der Katastrophe und

VEIKO TAMMJÄRV: November & Hotel zum verunglückten Alpinisten

Kultbuch goes Graphic Novel: Mit »Hotel zum verunglückten Alpinisten« und »November« [Ü: Maximilian Murmann] hat Veiko Tammjärv zwei Romanklassiker zeichnerisch ins Comicformat übersetzt. Mit wenigen Farben und einer scharfen Bildsprache erzählt er von sowjetischen Repressionen, Begegnungen mit Aliens, diebischem Adel und einem Pakt mit dem Teufel – grotesk, absurd, komisch.

CRISTINA RIVERA GARZA: Lilianas unvergänglicher Sommer

Eine junge Frau wird von ihrem Ex-Partner ermordet – ein Femizid, ungesühnt. 29 Jahre später begibt sich ihre Schwester, die Autorin Cristina Rivera Garza, auf literarische Spurensuche. Sie schreibt gegendas Schweigen an, ringt mit der Sprache und der Bürokratie der Justiz. Entstanden ist ein Text über Erinnerung, Verlust und Gerechtigkeit.

Schreiben nach dem 7. Oktober

Wie spiegelt sich ein Trauma nationalen Ausmaßes in der Literatur? Kann Literatur Widersprüche, Leid und Wut auf allen Seiten sichtbar machen oder muss sie Partei ergreifen? Kann Erzählen helfen, Wunden zu heilen? Und sind Menschen nicht immer mehr als ihre Traumata? Literatur zeigt das, wenn sie weiter von Liebe, Einsamkeit,

Gen Norden: Geopolitische und formale Grenzüberschreitungen

Roxana Crisólogo und Claudia Ulloa Donoso sind aus Peru in den hohen Norden Skandinaviens gezogen– nach Finnland und Norwegen. Sie haben geopolitische wie ästhetische Grenzen überschritten und genreübergreifende Werke geschaffen, die den Status quo in Frage stellen. In Gedichten, die wie Essays, Briefe oder Lieder klingen, und Romanen gewunden wie

Ours: Writing Black Communities

Die 1830er Jahre in Ours, einer Stadt, die auf keiner Landkarte zu finden ist: Nördlich von St. Louis versammelt die geheimnisvolle Saint hier eine utopische Gemeinschaft um sich, die sich vor Versklavungund Gewalt schützen will. Phillip B. Williams ist mit seinem Roman ein »Triumph der Vorstellungskraftüber die trübe Realität, der

Prix littéraire Bernard Heidsieck

Der Prix Littéraire Bernard Heidsieck – Centre Pompidou / Archivio Conz wurde 2017 gegründet undehrt Literaturformen jenseits des Buches: Lautpoesie, Performance, Filmgedichte, digitale Formate u.v.m. Verliehen werden der Prix d’Honneur und der Prix de l’Année. Zu den bisherigen Preisträger:innen zählen u.a. Esther Ferrer, Cia Rinne und Kenneth Goldsmith. Die 9.

Poetry Night

Die Poetry Night bringt wieder vielstimmige Sprachkunst auf die Bühne – mit eindrucksvollen lyrischen Stimmen aus Belarus, Palästina, Grönland und Deutschland. Dichter:innen lesen in ihren Muttersprachen; im Wechsel tragen deutschsprachige Autor:innen ihre – teils eigens für das Festival entstandenen –Übersetzungen vor.In den Gedichten von Julia Cimafiejeva zeigen sich Spuren ökologischer

VELIA VIDAL: Aguas de estuario

Eine Frau namens Velia schreibt Briefe darüber, wie sie in ihre Heimat, Chocó, zurückkehrt – die Grenze zwischen Autorin und Romanfigur verwischt. Vidal schreibt über die Kraft der Gemeinschaft, die Macht des Erzählens und wie es sich anfühlt, an einen Ort heimzukehren, dem man nah und fern zugleich ist. Mit