24. ilb
Abendprogramm: 05. – 14.09.2024
Junges Programm: 09. – 18.09.2024

Programmsparten: Literaturen der Welt

Sarah M. Broom: Das gelbe Haus

1961 kaufte Sarah M. Brooms Mutter ein gelbes Holzhaus in New Orleans. Über vier Jahrzehnte war es Mittelpunkt des turbulenten Familienlebens, bis es vom Hurrikan Katrina von der Landkarte gefegt wurde. »Sarah M. Brooms Debüt ist ein unverzichtbarer Text, der die Vergangenheit, die Gegenwart und die mögliche Zukunft der Stadt

Elisa Shua Dusapin: Die Pachinko-Kugeln

Claires Großvater betreibt in Tokio eine Pachinko-Spielhalle. Ursprünglich stammen er und Claires Großmutter aus Korea. Doch seit sie vor dem Krieg geflohen sind, waren sie nicht mehr dort. Nun versucht die Enkelin, die beiden zu einer Reise zurück zu ihren Wurzeln zu bewegen. Ausgezeichnet mit dem Schweizer Literaturpreis 2019. »Fasziniert

Saša Stanišić: The Art of Fiction

Saša Stanišić, dessen Prosa mit zahlreichen renommierten Preisen wie dem Preis der Leipziger Buchmesse und dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde, gilt als bedeutende literarische Stimme und Ausnahmetalent. Sein Erzählstil zeichnet sich durch Unmittelbarkeit und skurrilen Humor aus und ist »ein leuchtendes Beispiel einer Immigrantenpoetik, die mit Konventionen bricht und das

Irene Solà: Singe ich, tanzen die Berge

Fantasievoll und poetisch erzählt Irene Solà vom Leben und Sterben in einem pyrenäischen Bergdorf. Nicht nur Menschen kommen dabei zu Wort; auch Tieren, Pflanzen und den Bergen verleiht die Autorin eine Stimme. »Dieses Buch ist ein wahres Wunder. Ein vielstimmiger Chorgesang, so voller Imagination und Leben, dass man sich im

Faruk Šehić: Uhrwerksgeschichten

Der mit dem Literaturpreis der EU ausgezeichnete Schriftsteller, der sich selbst zur sogenannten ›überrollten Generation‹ zählt, setzt in seinem Prosaband das Erzählen über das Trauma des Kriegs und das Grauen des Friedens fort. Im Mittelpunkt seiner Texte steht die Zeit – als Element, als Dimension, als Mittel und Instrument. Dabei

Lauren Groff: Matrix

Die fiktive Biografie der Mittelalter-Dichterin Marie de France: Im Alter von siebzehn Jahren vom Königshof verstoßen, findet sie unter Nonnen ein neues Zuhause und wandelt das Kloster um in einen Ort, an dem Frauen einander alles geben, was sie brauchen. »Groff hat ein wunderschönes, unklassifizierbares Buch geschrieben, eine queere Geschichte,

Elisa Shua Dusapin: Ein Winter in Sokcho

Er, ein französischer Comiczeichner, ist Gast in der Pension, in der sie, eine junge Südkoreanerin, arbeitet. Sie begegnen sich im eiskalten Sokcho, einem Küstenort kurz vor Nordkorea. Eine langsame Annäherung beginnt, erzählt in einer klaren, konzentrierten Sprache. Ausgezeichnet mit dem Robert-Walser-Preis 2016: »Ein kleines Meisterwerk«, so die Jury. Die englische

Radka Denemarková: Stunden aus Blei

Der große politische Roman über das heutige China zeigt neben historischen Exkursen, Zitaten aus chinesischen Klassikern und essayistischen Passagen die Entwicklung einzelner Charaktere im Widerstand, kritisiert aber auch den europäischen Kapitalismus und westliche Arroganz. »Der Roman zeigt, was es bedeuten kann, trotz ungeheuerlicher Repression weiter festzuhalten an der Hoffnung auf

Marit Kapla: Osebol

In ihrem Debüt verdichtet die August-Preisträgerin die biografischen Linien der vierzig verbliebenen Einwohner:innen eines Walddorfs im schwedischen Värmland zu einem bewegenden, fesselnden Loblied auf die einfachen Menschen. »›Osebol‹ legt Zeugnis ab über das gewöhnliche Leben. Es lässt uns unvermittelt die Stimmen von Menschen hören, die sonst ungehört bleiben, und lädt

Kim Hye-Jin: Die Tochter

Greens Mutter wünscht sich für ihre Tochter nichts sehnlicher als einen Mann, mit dem sie eine Familie gründen kann. Doch Green lebt mit einer Frau zusammen. Als sie aus finanziellen Gründen gezwungen ist, wieder bei ihrer Mutter einzuziehen, führt kein Weg an einer Konfrontation vorbei. Stures Festhalten an Traditionen auf

Pilar Quintana: Abgrund

Das Schicksal eines Mädchens, das unter den Konflikten ihrer Eltern leidet, steht im Mittelpunkt des Familienromans von Pilar Quintana, einer »der kraftvollsten neuen Stimmen aus Lateinamerika« [DLF Kultur]. Das Mädchen sucht im Spannungsfeld zwischen Kindheitsängsten und den Abgründen der Erwachsenenwelt nach einem Weg in die Freiheit und ein anderes Leben.

Hernan Diaz: Treue

Ausgehend von Benjamin und Helen Rask, einem glamourösen Paar im New York der 1920er-Jahren – er Finanzbaron, sie Tochter aus aristokratischem Hause –, erforscht der Roman die Kraft des Geldes. »Die brillante Art und Weise, mit der Díaz diese ebenso akribisch recherchierte wie spannend aufgebaute Geschichte erzählt, macht diesen Roman