23. ilb
06. – 16.09.2023

Programmsparten: Literaturen der Welt

Mohammed Alnaas

Mohammed Alnaas, Schriftsteller und Journalist, wurde 1991 in Tripolis, Libyen, geboren. Er schloss sein Studium an der Universität von Tripolis mit einem Bachelor of Science in Regelungstechnik im Jahr 2014 ab, eine Grundlage, die später seinen systematischen Ansatz zum Schreiben und zur Projekt-Koordination prägte. Alnaas begann 2016 als Junior Texter

Der Wal

Drei Frauenschicksale in einem koreanischen Dorf: Die ehrgeizige Kūmbok jagt den Nervenkitzel, seit sie zum ersten Mal einen Wal gesehen hat; ihre stumme Tochter Ch’unhūi kommuniziert mit Elefanten. Und eine einäugige Frau steuert Bienen, indem sie pfeift. »Der Wal« [Ü: Matthias Augustin, Kyunghee Park] kreuzt magischen Realismus, altkoreanische Mythen und

Eröffnung 23. ilb

Musik: Barenboim-Said Nachwuchsakademie Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis, sem. Nulla consequat massa quis enim. Donec pede justo, fringilla vel,

Ilya Kaminsky: Republik der Taubheit

Als in der von Besatzern okkupierten Stadt Vasenka ein tauber Junge auf offener Straße von einem Soldaten erschossen wird, leisten die Bewohner:innen Widerstand, indem sie sich nur noch in Gebärdensprache verständigen. An den Toren der Soldatenbaracken steht in Kreide: »NIEMAND KANN EUCH HÖREN«. In Ilya Kaminskys 2020 mit dem Literaturpreis

Jamaica Kincaid: The Art of Fiction

Als siebzehnjähriges Au-pair kam Jamaica Kincaid aus Antigua, das bis 1981 britische Kolonie war, in die Vereinigten Staaten. Ihre erste Erzählung »Girl« machte sie auf einen Schlag bekannt. Sie bestand aus nur einem Satz und erschien im New Yorker, für den sie später selbst arbeitete. Bilder und Stimmungen ihrer Kindheit

Jennifer Egan: Candy Haus

Die Pulitzer-Preisträgerin und Autorin des Bestsellers »A Visit from the Goon Squad« [Ü: Der größere Teil der Welt] erzählt in ihrem neuen Roman von der Welt digitaler Start-Ups und verknüpft erneut das Leben mehrerer Charaktere, die über Jahrzehnte ineinandergreifen. Sie zeigt die ewige menschliche Sehnsucht nach tiefen Verbindungen, nach Liebe,

Wuhan. Mit: Liao Yiwu und Volker Stanzel

Ein Journalist geht in Wuhan den Ursprüngen des Coronavirus auf den Grund. Kurz darauf wird er verhaftet. Ein Historiker tritt von Berlin aus die Heimreise nach Wuhan an. Nach der Zwangsquarantäne erwartet ihn eine veränderte Welt. In seinem Dokumentarroman erzählt Friedenspreisträger Liao Yiwu von China zu Beginn der Pandemie, von

Abdulrazak Gurnah: Nachleben

In seiner generationsübergreifenden Saga über Krieg und Liebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt der Nobelpreisträger von Menschen, die im Schatten der kolonialen Weltordnung um ihre Unversehrtheit kämpfen. »Wie seine Vorgänger ist dies ein Roman, den man wegen seines Humors, seiner Großmut und seiner klaren Sicht auf die unendlichen Widersprüche

Szczepan Twardoch: Demut

Trotz der Sehnsucht nach seiner Jugendliebe Agnes taucht der Bergarbeitersohn Alois nach Ende des Ersten Weltkriegs ein in die Berliner Halbwelt, erlebt die Revolutionswirren und schließlich die Unruhen in Oberschlesien. »Szczepan Twardoch inszeniert in ›Demut‹ ein großes Spiel mit intertextuellen Verweisen. Trotz deftiger Oberflächenreize entfaltet der Roman beachtliche Tiefenwirkung.« [DLF

Jean-Christophe Rufin: Der Gehängte von Conakry

Der mit dem Prix Goncourt ausgezeichnete Schriftsteller und ehemalige Botschafter Frankreichs im Senegal sowie Vize-Präsident und Mitbegründer von »Ärzte ohne Grenzen« erzählt in seinem Kriminalroman von einem französischen Konsul in Guinea, der in der Hitze am liebsten Weißwein trinkt und nachts Klavier spielt. Als dann im Yachthafen von Conakry ein

Jean Hanff Korelitz: Der Plot

Ein ehemals erfolgreicher Autor, mittlerweile Dozent für Kreatives Schreiben an einem Provinzcollege, profitiert auf sehr spezielle Weise vom Tod eines ehemaligen Studenten. Doch jemand kommt ihm auf die Schliche – ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt. »Ein raffinierter Albtraum von einem Thriller über die gefährlichen Konsequenzen geistigen Diebstahls in der Welt der Literatur.«

Paul Muldoon: Über »The Lyrics« von Paul McCartney

Paul McCartney, Texter und Musiker bei den Beatles, wählte für die Herausgabe seiner 154 Songtexte, auf die Lieder bezogenen Essays und autobiografischen Texten – geschrieben zwischen 1956 und 2020 – Paul Muldoon als Herausgeber. Über mehrere Jahre führten der Musiker und der Lyriker, beide mit irisch-katholischem Hintergrund, Gespräche über den