Logan February ist Dichter:in und Autor:in aus Nigeria. Neben Lyrik, Essays und Songtexten betätigt sich February als LGBTQI+-Aktivist:in. February studierte Psychologie an der University of Ibadan sowie kreatives Schreiben an der Purdue University.
Februarys Texte fordern gängige Denkmuster heraus: Westafrikanische Traditionen treffen auf europäische Diskurse, postkoloniale Erfahrung und queere zeitgenössische Theorien durchdringen einander, die Grenzen zwischen Körperlichem und Geistigem zerfließen. Die Gedichte behandeln die Komplexität von Identitäten, die February mit Begriffen und Konzepten des antiken Yorùbá-Wissens und der Psychoanalyse beschreibt.
Von February sind bislang drei Chapbooks erschienen, »How to Cook a Ghost« (2017), »Painted Blue with Saltwater« (2018) und »Garlands« (2019), sowie die Gedichtbände »In the Nude« (2019) und »Nude Imperative« (2025). Unter dem Titel »Mental Voodoo« erschien 2024 erstmals eine zweisprachige Auswahl der Gedichte auf Deutsch, übersetzt und herausgegeben vom Lyriker Christian Filips. »Mental Voodoo« ist »ein kühnes und eigensinniges Loblied auf schwarze, queere Körper. Bissig und lebendig. Vielschichtige und konzeptuelle Poesie, mit konfessionellem Unterton und fatalistischen Absichten«, so der nigerianische Lyriker Dami Ajayi.
»In the Nude« wurde für den Sillerman First Book Prize for African Poets nominiert. Februarys Texte erschienen zudem in Zeitschriften wie Berlin Quarterly und The Guardian Life sowie in spanischer, italienischer und niederländischer Übersetzung. Der Kurzfilm »Thrall« wurde 2025 offizielle Auswahl des ZEBRA Poetry Film Festivals. 2020 wurde February mit dem Future Awards Africa Prize for Literature ausgezeichnet und nahm im November 2020 als Stipendiat:in des Literarischen Colloquiums Berlin an der Residenz Un_Masking Difference teil. 2024 war February Literature Fellow des DAAD-Künstlerprogramms in Berlin, 2025 Poet in Residence am Humboldt Forum im Berliner Schloss sowie Cave-Canem-Fellow. Logan February lebt in Berlin.
Stand: 2026
