Liebes Publikum,
wenn Sie schon mal in Leipzig waren, dann kennen Sie doch sicher auch das Völkerschlachtdenkmal. Neben seiner monumentalen Architektur und dem weitreichenden Panoramablick über die Stadt sollte der Besuch dieses Bauwerks an ein einschneidendes Ereignis erinnern: Die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 – vier Tage, rund 600.000 Soldaten aus über einem Dutzend Nationen mit mehr als 90.000 Opfern. Bis heute stellt sie eines der größten militärischen Manöver der europäischen Geschichte dar. Mit ihr begann der Fall Napoleons. Mit ihr wurde die Neuordnung Europas eingeläutet.
Vor 13 Jahren veröffentlichte der F.A.Z.-Redakteur Andreas Platthaus, zum 200. Jahrestag der Schlacht, sein Buch »1813« (Rowohlt Berlin Verlag). Im Gespräch mit dem SZ-Redakteur Jens Bisky sprach er auf dem 13. ILB darüber, was ihn zum Schreiben veranlasst hat.
In unserer neunten Podcastfolge von »Read, Read, Read« horchen wir wieder rein, und erfahren kulturgeschichtliche Details, die auch heute noch, vor dem Hintergrund der aktuellen Zeitenwende, relevant erscheinen. So fragt Platthaus, beispielsweise, wie es sich für die Menschen damals angefühlt haben muss, plötzlich von so vielen fremden Soldaten umgeben zu sein, oder, warum ein Dichtergenie wie Goethe dem Größenwahn Napoleons so viel abgewinnen konnte.
Hören Sie selbst und lassen Sie sich an historische Schauplätze führen, bevor das 26. ILB Sie wieder in die Gegenwart zurückholt.
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Wir hören und sehen uns!
Ihre Nora Mengel
Programm-Managerin
Internationales Literaturfestival Berlin
