
Tsitsi Dangarembga
- Simbabwe
- Zu Gast beim ilb: 2025
geboren 1959 in Mutoko, Simbabwe, ist Schriftstellerin, Filmemacherin und Kulturschaffende. Sie studierte Medizin an der Universität Cambridge, Psychologie an der University of Zimbabwe in Harare und Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Zu ihren Werken zählt die Tambudzai-Trilogie [»Der Preis der Freiheit«, 1991/»Aufbrechen«, 2019, Ü: Ilija Trojanow; »Überleben«, 2021, Ü: Anette Grube; »Verleugnen«, 2022, Ü: Anette Grube], für die sie 2021 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Dangarembga in den Büchern »soziale und moralische Konflikte auf[zeigt], die weit über den regionalen Bezug hinausgehen und Resonanzräume für globale Gerechtigkeitsfragen eröffnen.« 2023 erschien der Essayband »Schwarz und Frau. Gedanken zur postkolonialen Gesellschaft« [Ü: Anette Grube]. »Überleben« war 2020 für den Booker Preis nominiert. Dangarembga erhielt u. a. den PEN Pinter Preis [2021], den Windham-Campbell Preis [2022] und den Spendlove Preis [2024]. Sie führte Regie u.a. bei dem Film »Neria, Flame, Everyone’s Child« [1996] und dem Film »Kare Kare Zvako – Mother’s Day«, der 2005 beim Sundance Festival Premiere feierte. Tsitsi Dangarembga gründete die ICAPA Trust und das International Film Festival for Women in Simbabwe und war Fellow an der Harvard University, der University of East Anglia und 2025 am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Stand: 2025
Der Preis der Freiheit
Rowohlt
Hamburg, 1991 [Original: 1988]
[Ü: Ilija Trojanow]
Neuübersetzung:
Aufbrechen
Orlanda Verlag
Berlin, 2019
[Ü: Ilija Trojanow]
Überleben
Orlanda Verlag
Berlin, 2021 [Original: 2018]
[Ü: Anette Grube]
Verleugnen
Orlanda Verlag
Berlin, 2022 [Original: 2006]
[Ü: Anette Grube]
Schwarz und Frau. Gedanken zur postkolonialen Gesellschaft
Quadriga
Köln, 2023 [Original: 2022]
[Ü: Anette Grube]