23. ilb 06. - 16.09.2023

Rem Broo

Rem Broo wurde 1983 in Bukarest, Rumänien, geboren und arbeitete zunächst als Architekt, bevor er sich ganz dem Zeichnen zuwandte. Er illustrierte Kinderbücher, veröffentlichte in Zeitschriften, arbeitete für Animationsstudios, erstellte Storyboards für Filmfirmen und veröffentlichte erste Comicarbeiten in Anthologien.

Der Comic »The End Times of Bram and Ben« (2014; Ü: Die Endzeit von Bram und Ben), für den James Asmus und Jim Festante den Text schrieben, handelt von zwei Freunden, die sich dem Armageddon stellen müssen, und wurde ein internationaler Erfolg; er brachte Broo eine Nominierung für den Manning Award ein. Der Nachwuchspreis wird seit 1982 jährlich auf der weltgrößten Comicmesse, der San Diego Comic-Con, an eine*n vielversprechende*n Comiczeichner*in verliehen. »Terminal Protocol« (2016; Ü: Terminalprotokoll), geschrieben von Jordan Alsaqa, handelt von einer Wissenschaftlerin, deren Mann unheilbar erkrankt ist. Die Grenzen der Robotik und künstlichen Intelligenz erforschend, versucht sie sein Leben zu retten. Zuletzt erschien »Beethoven. Unsterbliches Genie« (2020), geschrieben von Peer Meter – eine Graphic Novel mit Anekdoten aus dem Leben des musikalischen Genies, erzählt von Besucher*innen an seinem Totenbett. Auch diese Arbeit spiegelt Broos Interesse an Geschichten wider, in deren Mittelpunkt starke Charaktere stehen. Seine Zeichnungen folgen dabei einem jeweils ganz eigenen Stil, mal leuchtend bunt, mal skizzenhaft – »eine brillant illustrierte schwarze Komödie«, urteilte der Deutschlandfunk.

Rem Broo lebt in Berlin.