Rashid al-Da’if

Portrait Rashid al-Da'if
© Hartwig Klappert

Rashid al-Da’if wurde 1945 im libanesischen Ehden geboren. Trotz der bescheidenen Verhältnisse, in denen er aufwuchs, besuchte er die Schule, studierte Arabische Literatur an der Université Libanaise und promovierte zwei Mal in Paris. Al-Da’if gilt als überzeugender Chronist der Umwälzungen im Libanon und als innovativer Vertreter des arabischen nouveau roman. 1979 veröffentlichte er erste Gedichte in einem neuen lyrischen Ton. In seinem Roman »Fusha mustahdafa bayna l-nu’as wa-l-nawm« (1986; Ü: Ausgeliefert zwischen Müdigkeit und Schlaf) thematisiert er persönliche traumatische Erlebnisse des Libanon-Krieges. Mit »Azizi al-sayyid Kawabata« (1995; dt. »Lieber Herr Kawabata«, 1999) erlangte er breite internationale Anerkennung. Seit 1974 unterrichtet er an der Université Libanaise in Beirut.

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