Liebes Publikum,
voller Dankbarkeit blicken wir auf 14 Tage Festival zurück:
Mehr als 25.000 Besucher:innen waren in diesem Jahr im Haus der Berliner Festspiele und an unseren weiteren Spielorten dabei, 11.000 davon im Jungen Programm. Besonders freuen wir uns darüber, dass im Jungen Programm 3.000 Lesende mehr als im Vorjahr zum Festival kamen und insgesamt 25 Veranstaltungen des Festivals restlos ausverkauft waren.
Unser großer Dank gilt Ihnen, liebes Publikum, für Ihre Neugier, Ihre Offenheit und Ihre Begeisterung.
Wir würden gerne von Ihnen hören: Wie war das Festival für Sie? Was hat Ihnen gefallen, was können wir besser machen? Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für unsere Publikumsumfrage und lassen Sie uns wissen, wie Sie das diesjährige Programm erlebt haben:
ILB-Publikumsumfrage
Ihr Feedback fließt direkt in die Planung des 27. ILB ein, welches vom 16. bis 25. September 2027 stattfindet.
Festivalhighlights
Zu den meistbesuchten Veranstaltungen dieses Jahres zählte der ausverkaufte Auftakt der neuen Reihe »Satzwechsel« in Kooperation mit den Berliner Philharmonikern: Am 7. September stellte Literaturnobelpreisträgerin Han Kang ihren Essayband »Der goldene Faden« im Dialog mit Kammermusik vor. Bei »The Art of Writing« sprachen am 10. September Christian Kracht und Katie Kitamura über Einflüsse und Gemeinsamkeiten ihrer Werke. Booker-Preisträger Douglas Stuart stellte am 4. September seinen neuen Roman »John of John« vor, Dave Eggers war am 5. September mit »Contrapposto« erstmals live in Berlin zu erleben.
Lesebegeisterung in Zeiten digitaler Überforderung
Unter dem diesjährigen Motto »You are born with your face turned everywhere« feierte das 26. internationale Literaturfestival Berlin Lesen als Akt radikaler Offenheit, der in Zeiten von Polarisierung und Populismus neue Perspektiven eröffnen kann. Gleichzeitig kreisten die Debatten des Festivals immer wieder um den Wert von Literatur als Medium bewusster Aufmerksamkeit und als Gegenmittel zu digitaler Überforderung durch soziale Medien und KI:
Welche Rolle spielt Lesen in der heutigen Ablenkungsökonomie? Was bedeutet menschliches Schreiben in Zeiten künstlicher Intelligenz? Und welche politischen Zukünfte zeichnen sich ab? Im Rahmen der »Dialoge & Diskussionen« griff das Festival auch diese Debatten der Gegenwart auf, etwa in »Der Streit um das Recht« mit Frauke Brosius-Gersdorf, Julia Reuschenbach, Jürgen Kaube und Sandra Kegel, in »Zukunft Deutschland: AfD an der Macht?« mit Justus Bender und Heike Klüver sowie in »Think Big! Tech Bros und KI-Revolution« mit Aya Jaff, Marie Kilg und Wolfgang Ullrich.

Junges Programm
Mehr als 11.000 Kinder und Jugendliche haben in diesem Jahr das Junge Programm besucht, knapp 3.000 mehr als im Vorjahr. 100 Mitwirkende, darunter 18 Autor:innen, gestalteten 33 Veranstaltungen und 26 Workshops. Özge Samancı eröffnete das Festival für die nächste Generation von Lesenden mit ihrer Rede »Die langsame Superkraft«. Zu den vielen ausverkauften Veranstaltungen gehörten Lesungen mit Cornelia Funke, im Rahmen der Lesesause, sowie mit Sydney Smith, Delphine Minoui und Don Pablo Mulemba.
Digital dabei
Wer nicht vor Ort sein konnte, war trotzdem mit dabei: 12 Veranstaltungen wurden gestreamt und bislang mehr als 13.500-mal abgerufen. Alle Aufzeichnungen sind weiterhin online verfügbar.
Auch auf Instagram und Facebook haben wir das Festival Tag für Tag begleitet – schauen Sie gern noch einmal vorbei.
Die Beiträge des Festivalradios können Sie in der Mediathek von radio3 nachhören.

Ausblick
Nach dem Festival ist vor dem Festival:
Das 27. internationale Literaturfestival Berlin findet vom 16. bis 25. September 2027 im silent green und an weiteren Spielorten statt.
Und kurz vor Festivalende erreichte uns noch eine wichtige Nachricht: Das Festival soll in absehbarer Zeit in die institutionelle Förderung des Bundes übergehen und Teil der Berliner Festspiele werden. Die Zukunft des ILB ist somit langfristig gesichert. Eine großartige Nachricht! Diese Perspektive wurde im Rahmen der Verhandlungen zum Hauptstadtfinanzierungsvertrag zwischen dem Bund und dem Land Berlin vereinbart. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Finanzierung über den Hauptstadtkulturfonds im Rahmen einer Regelförderung weiterhin gesichert. Mehr dazu hier in unserer Pressemitteilung.
Wir freuen uns schon jetzt darauf, Sie wiederzusehen!
Herzlich,
Lavinia Frey, Festivalleitung, und das ILB-Team
