22. ilb 07. - 17.09.2022

»Weltweite Lesung« am 29. September für Salman Rushdie

Portrait Salman Rushdie
Salman Rushdie [© Hartwig Klappert]

Als Reaktion auf den Anschlag auf Salman Rushdie in New York ruft das internationale literaturfestival berlin zu einer »Weltweiten Lesung« ausgewählter Werke des Autors auf.

Die lebensgefährliche Attacke auf Salman Rushdie hat die Literaturwelt, Politik und Menschen überall zutiefst erschüttert. Mit der Lesung wird ein Zeichen für die Freiheit der Literatur und für die Solidarität mit dem Autor gesetzt. Zur Teilnahme am 29. September aufgerufen sind Einzelpersonen sowie Schulen, Universitäten, Kultureinrichtungen und Medien.

Zu den Erst-Unterzeichner:innen gehören: Adonis [Syrien/ Frankreich], Breyten Breytenbach [Südafrika], Amir Hassan Cheheltan [Iran], Robert Hass [USA], Elfriede Jelinek [Österreich], Sergei Lebjedev [Russland/ Deutschland], Bernard-Henri Levy [Frankreich], Yang Lian [China/ Großbritannien], Alberto Ruy Sánchez [Mexiko], Peter Schneider [Deutschland], Wole Soyinka [Nigeria] und Janne Teller [Dänemark].

»Es ist dringend geboten, entschlossen aufzustehen und Recht und Menschenwürde zu verteidigen. Mit der Lektüre seiner Romane und Essays können freiheitsliebende Menschen in aller Welt ein Zeichen setzen, dass sie sich von Gewaltandrohungen nicht einschüchtern lassen und sich keinem Versuch beugen, Gedanken in Wort, Schrift und Bild zu unterdrücken oder auszulöschen.« – aus dem Aufruf zur »Weltweiten Lesung«.

Alle weiteren Informationen finden Sie im Aufruf zur »Weltweiten Lesung«.

Über Salman Rushdie

Salman Rushdie gehört zu den bedeutendsten Stimmen der internationalen Literatur. Sein Werk umfasst Erzählbände, Sachbücher und nicht weniger als dreizehn Romane: darunter »Midnight’s Children« (dt. »Mitternachtskinder«), wofür er 1981 den Booker Prize erhielt und »The Satanic Verses« (dt. »Die Satanischen Verse«). Aufgrund des Buches wurde gegen den in Indien geborenen britischen Schriftsteller 1989 im Rahmen einer Fatwa, eines islamischen Rechtsgutachtens, ein Todesurteil durch Ayatollah Khomeini ausgesprochen. Formell wurde das Todesurteil nie aufgehoben. Zu den zahlreichen Auszeichnungen des Fellows der British Royal Society of Literature zählen der Whitbread Prize for Best Novel, der Writers’ Guild Award, der James Tait Black Prize sowie der Aristeion-Literaturpreis der Europäischen Union.