23. ilb 06. – 16.09.2023

Geständnisse und Eselsohren – nachgefragt bei Sabine Rufener

Portrait Sabine Rufener
Sabine Rufener [© privat]

Wir stellen die Autor:innen des 22. ilb vor – mit Fragen über das Schreiben, Lesen und Nichtzuendelesen. Hier gesteht Sabine Rufener ihre Liebe für zerfledderte Lieblingstaschenbücher.

Zeit für ein kleines Geständnis: Welchen großen Klassiker haben Sie angefangen… aber nicht zu
Ende gelesen?

Den »Zauberberg« hab ich, glaube ich, nie ganz geschafft.

Die ewige Frage: Hardcover oder Taschenbuch? 
Das ist schwierig. Eigentlich liebe ich Hardcover. Es ist einfach schön, ein Hardcover in den Händen zu halten, es gibt was her und hat etwas Wertiges. Andererseits gibt es nicht viel Schöneres als ein total zerfleddertes Lieblingstaschenbuch, das überallhin mit darf und sich für nichts zu schade ist.

Wenn ein unveröffentlichtes Buch eines Autors oder einer Autorin entdeckt werden würde, über wen würden Sie sich am meisten freuen?
Tomi Ungerer.

Die zentrale Frage: Lesezeichen oder Eselsohren?
Auf jeden Fall Lesezeichen. Eselsohren tun dem Buch doch weh. 

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
»Queenie« von Candice Carty-Williams und »Hey, Kiddo« von Jarrett J. Korsoczka.

Was ist Ihr Lieblingsbuchladen?
In Basel gibt es endlich wieder einen Kinder- und Jugendbuchladen: »Proviant«.

Wer war bisher Ihre Neuentdeckung des Jahres?
James McBride [»Der heilige King Kong«]. Schreibt umwerfend traurig, komisch und berührend.

Wenn Sie für den Rest Ihres Lebens nur noch ein einziges Buch lesen dürften, welches wäre es?
Das wäre furchtbar! Auf keinen Fall den »Zauberberg«. Vielleicht die »Galgenlieder« von Christian Morgenstern?

An welchem Ort schreiben Sie am liebsten?
Da ich mir leider abgewöhnt habe von Hand zu schreiben, muss mein Laptop dabei sein. Damit dann aber überall.

Lesen Sie Ihre eigenen Bücher, nachdem sie veröffentlicht wurden?
Nur bei Lesungen. Da bin ich aber immer wieder gespannt, wie sie ankommen.

Wir freuen uns, Sabine Rufener im September auf dem internationalen literaturfestival berlin begrüßen zu dürfen. In klug konzipierten, entrückten Illustrationen erzählt ihr Bilderbuch »Der Wal im Garten« von Selbstbewusstsein und Handlungsfähigkeit. Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.