
Uwe Wittstock
geboren 1955 in Leipzig, wuchs in Köln auf, ist ein Literaturkritiker, Lektor und Autor. Er war Literaturredakteur der FAZ, Lektor im S. Fischer Verlag, Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Neue Rundschau, Kulturredakteur der Tageszeitung Die Welt und bis 2017 Literaturchef des Nachrichtenmagazins Focus. Seither ist er freier Schriftsteller. Er hat Biografien über Franz Fühmann, Marcel Reich-Ranicki und Karl Marx veröffentlicht. 2021 erschien sein Buch »Februar 33. Der Winter der Literatur«, das von den ersten sechs Wochen der Herrschaft Hitlers aus der Perspektive von Schriftsteller:innen und Intellektuellen erzählt. »Februar 33« wurde in 13 Sprachen übersetzt. Der Schriftsteller Pankaj Mishra bezeichnete es in der New York Review of Books »ein gekonnt konstruiertes Kaleidoskop … es liest sich wie ein rasanter Roman.« 2024 publizierte er sein Buch »Marseille 1940«, das von der Flucht deutscher Exilant:innen in Frankreich erzählt und von den Fluchthelfer:innen um den Amerikaner Varian Fry in Südfrankreich. Das Buch stand über ein halbes Jahr auf der Spiegel-Bestsellerliste, davon 14 Wochen unter der Top-Five. Es wurde in acht Sprachen übersetzt. Florian Illies schrieb in der ZEIT: »Wittstocks Buch besticht durch seine Genauigkeit. Er hat unzählige Erinnerungen der Flüchtenden studiert und Tag für Tag miteinander abgeglichen und verwoben.«
Stand: 2025
Marcel Reich‑Ranicki. Geschichte eines Lebens
Blessing Verlag
München, 2005
Der Fall Esra. Ein Roman vor Gericht – Über die neuen Grenzen der Literaturfreiheit
Kiepenheuer & Witsch
Köln, 2011
Franz Fühmann. Wandlung ohne Ende. Eine Biografie
Hinstorff
Rostock 2021
Februar 33. Der Winter der Literatur
C.H. Beck Verlag
München, 2021
Marseille 1940
C.H. Beck Verlag
München, 2024
Karl Marx in Algier. Leben und letzte Reise eines Revolutionärs
C.H. Beck
München, 2025