Elisabeth Steinkellner

Portrait Elisabeth Steinkellner
© privat

Elisabeth Steinkellner, geboren 1981 im südlichen Niederösterreich, machte eine Ausbildung zur Sozialpädagogin und studierte Kultur- und Sozialanthropologie in Wien. Danach widmete sie sich dem Schreiben.
Ihre zahlreichen Kinderbücher, angefangen von »An Herrn Günther mit bestem Gruß!« (2010) bis »Pepe und Lolo« (2014), wurden von Michael Roher illustriert. Mit »Rabensommer« (2015) veröffentlichte Elisabeth Steinkellner ihren ersten Jugendroman. Eine Clique von vier Freund*innen, die gerade ihre Matura gemacht haben, verbringen einen letzten Sommer zusammen, bevor alle ihrer Wege gehen. Dieser Sommer ist geprägt von Orientierungslosigkeit und stürzt die Ich-Erzählerin Juli in eine Verwirrung der Gefühle. Die »FAZ« hob hervor: »Neben der Gefühlsgenauigkeit ist gerade die Glaubwürdigkeit ihrer eigenwilligen Figuren die zweite große erzählerische Stärke Elisabeth Steinkellners.« Die Gedichte und Kurzgeschichten in dem Band »Die Nacht, der Falter und ich« (2016) wurden von Michaela Weiss illustriert und erzählen von Figuren, die als »ich« und »du« unbestimmt bleiben hinsichtlich Alter oder Geschlechtszugehörigkeit. Der Jugendroman »Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen« (2018) lässt zwei Jugendliche, beide vereinnahmt von der Suche nach jenen Menschen, deren Verschwinden eine Lücke in ihrem Leben hinterlassen hat, aufeinandertreffen und für ein paar Tage zu Vertrauten werden. 2019 folgte das Lyrikbuch für Kinder »Vom Flaniern und Weltspaziern«. Darin finden sich verschiedene Gedichtformen wie das klassische Endreimgedicht, Auszählreime, Lautgedichte und mehr. Das Buch, das in besonders eindrücklicher Weise die Freude an lyrischen und bildlichen Ausdrucksweisen weckt, wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2020. Der von Anna Gusella illustrierte Jugendroman »Papierklavier« (2020) ist die Darstellung eines Teenageralltags zwischen Sorgen, Ängsten und Hoffnungen. »Scheinbar leichtfüßig schafft es Elisabeth Steinkellner, Maia eine authentische Stimme zu geben. Eine Stimme, mit der sie sich gegen gängige Schönheits- und Verhaltensnormen auflehnt, selbstbewusst und stark für ihr eigenes, manchmal noch so kleines Glück kämpft«, lautet die Jurybegründung zur Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021. Elisabeth Steinkellners jüngstes Werk, der Versroman »Esther und Salomon« (2021), handelt von erster Liebe und dem Erwachsenwerden: Zwei Jugendliche aus zwei verschiedenen Lebenswelten treffen im Sommerurlaub mit ihren Eltern und Geschwistern aufeinander und versuchen, trotz aller Angst vor Verletzung und Getrenntsein zueinanderzufinden.
Für ihre Arbeiten wurde Elisabeth Steinkellner auch mit dem Hans-im-Glück-Preis, dem Mira-Lobe-Stipendium und dem outstanding artist award in der Sparte Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Sie lebt in Baden bei Wien.