Marie-Claude Souaid-Hesse

Die libanesische Soziologin und Anthropologin Dr. Marie-Claude Souaid-Hesse wurde 1954 in Beirut geboren. Nach dem Soziologiestudium an der Université Lyon II in Frankreich unterrichtete sie zunächst an der Universität Boukhalfa in Algerien. Seit ihrer Rückkehr 1980 in den Libanon war sie als Lehrerin und Wissenschaftlerin tätig. 2004 organisierte sie die Konferenz »Tage der arabischen Welt« für den deutschen Bundestag. 1999 – 2009 lebte sie in Deutschland. Nach dem Tod ihres Mannes, dem Journalisten Reinhard Hesse, war Souaid-Hesse ab 2005 als Beraterin in Berlin tätig – u.a. kuratierte sie den Schwerpunkt „Arabische Welt“ beim 9. internationalen literaturfestival berlin. 2009 ging sie wieder zurück nach Beirut, arbeitet dort in den NGOs UMAM D&R und Alpha-Association. 2017 erhielt sie ihre Dissertation in Anthropologie mit einer Arbeit über Ehrenmorde, Krieg und Gewalt im Libanon. Titel der Dissertation: „Übliche Bestrafung, zeitgenössische Gewalt: der Fall der Rache von Ketermaya“ (Betreuung: Dionigi Albera – Aix-Marseille).