23. ilb 06. – 16.09.2023

Luis García Montero

Luis García Montero , 1958 in Granada geboren, gehört zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Lyrikern Spaniens. 1981 schloss er sein Studium der spanischen Literatur an der Universität von Granada ab; fünf Jahre später legte er seine Promotion über den spanischen Modernisten Rafael Alberti vor. Heute hat er den Lehrstuhl für zeitgenössische spanische Literatur an der Universität seiner Heimatstadt inne und lebt in Madrid. García Monteros schriftstellerische Karriere begann 1980 mit dem Lyrikband „Y ahora ya eres dueño del Puente de Brooklyn“ (Ü: Und jetzt bist du schon Herr der Brooklynbridge), für den er den „Federico García Lorca-Preis“ seiner Universität erhielt. Auch das ein Jahr später erschienene Buch „El jardín extranjero“ (Ü: Der fremde Garten) wurde ausgezeichnet mit dem „Premio Adonais de Poesía“. Der 1994 veröffentlichte Band „Habitaciones separadas“ (Ü: Getrennte Zimmer) wurde gleich zweifach, mit dem „Premio Nacional de Poesía“ und dem „Premio Fundación Loewe“, prämiert. Luis Antonio de Villena nahm den Lyriker 1986 in seine Anthologie „Postnovísimos“ (Ü: Allerneueste) auf, die auf die bahnbrechende, fünfzehn Jahre früher erschienene Sammlung „Nueve novísimos poetas españoles“ (Ü: Neun neueste spanische Dichter) anspielte. In Spanien, dessen literarische Kultur besonders im 20. Jahrhundert durch klar markierte Generationswechsel bestimmt ist, wird García Montero heute als einer der modernsten Dichter wahrgenommen, der die Literatur der siebziger Jahre hinter sich gelassen hat. Mit „Completamente viernes“ (Ü: Völlig Freitag) legte der Dichter 1998 eine Sammlung von Liebesgedichten vor, die er seiner Ehefrau, der bekannten Romanschriftstellerin Almudena Grandes, widmete. Die darin thematisierte Ethik des Glücks versteht er nicht als bloße Privatsache, sondern als „Art des Schreibens und des In-der-Welt-Seins“. Luis García Montero ist nicht nur für seine literarischen, sondern auch für zahlreiche wissenschaftliche Publikationen bekannt. Neben einer kleinen Geschichte der spanischen Lyrik in Einzelporträts, „El sexto día“ (Ü: Der sechste Tag), besorgte er 2001 mit „Gigante y Extraño. Las Rimas de Gustavo Adolfo Bécquer“ (Ü: Riesig und Fremd. Die Rimas von Gustavo Adolfo Bécquer) eine ausführlich kommentierte Neuausgabe des Werkes dieses spanischen Spätromantikers. 2002 wurden Monteros Gedichte aus zwanzig Jahren in der Sammlung „Antología poética“ zusammengestellt und kommentiert . Für „La intimidad de la serpiente” (2003; Ü: Die Intimität der Schlange) erhielt Montero die Goldmedaille der Stadt Granada.

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