22. ilb 07. - 17.09.2022

Jamaica Kincaid

Jamaica Kincaid kam 1949 als Elaine Potter Richardson auf der karibischen Insel Antigua zur Welt. Mit 17 ging sie, da ihre Mutter zum zweiten Mal geheiratet hatte und drei Halbbrüder ernähren musste, als Au-pair nach New York, wo sie bald zur Schriftstellerin wurde, zu Jamaica Kincaid. Im New Yorker erschien ihre erste Erzählung »Girl«, die aus nur einem einzigen Satz besteht und Kincaid schlagartig berühmt machte. Viele ihrer preisgekrönten Erzählungen und Romane handeln von Kincaids besonderer Rolle als Tochter, als Frau, als Schwarze, als Angehörige einer ehemaligen Kolonie am Rande der Welt. Neben den gewichtigen Themen hat Kincaid ihre eigenwillige Sprache und ihr stark autobiographischer Ansatz berühmt gemacht, den sie entwickelte, lange bevor die sogenannten Memoirs in Mode kamen. Jamaica Kincaid hat zwei Kinder und ist 1993 zum Judentum konvertiert. Sie lehrt African and African American Studies in Harvard und lebt in Vermont, wo sie, wenn sie gerade nicht schreibt, ihrer zweiten Leidenschaft frönt: der Gartenarbeit.

Stand: 2022