22. ilb 07. - 17.09.2022

David Mas Masumoto

David Mas Masumoto wurde 1954 in Kalifornien geboren. Er stammt in dritter Generation aus einer japanischstämmigen Farmerfamilie und studierte Soziologie an der University of California in Berkeley, Regionalplanung an der University of California in Davis und an der Internationalen Universität in Tokio. Er arbeitet als Journalist und veröffentlicht unter anderem in den Zeitungen »USA Today« und »Los Angeles Times«. Derzeit ist er Kolumnist für »The Fresno Bee«. Mit seinem Vater betreibt er einen biologisch-dynamischen Musterhof in Del Rey, südlich von Fresno, wo er Pfirsiche und Weintrauben anbaut.

1984 erschien »Silent Strength« (Ü: Stille Kraft), das erste seiner literarischen Werke, die sowohl Einflüsse amerikanischer Klassiker wie Henry Thoreau und Walt Whitman aufweisen als auch von buddhistischen Traditionen geprägt sind. Zwei Jahre später erhielt er den James Clavell Japanese American National Literacy Award. Sein erfolgreiches Buch »Epitaph for a Peach« (1995; Ü: Epitaph für einen Pfirsich) eröffnet mit lyrischem Duktus und gelassenem Humor Einblicke in die Freuden und Mühen des Obstanbaus. Es setzt sich ebenso mit Unkraut- und Insektenplagen, den Unwägbarkeiten des Wetters und der sozialen Situation der Landarbeiter auseinander wie mit der Realität des Marktes. Das Buch wurde mit dem Julia Child Cookbook und dem San Francisco Review of Books Critics‘ Award ausgezeichnet und war Finalist für den James Beard Foundation Food Writing Award. »Harvest Son: Planting Roots in American Soil« (1998; Ü: Sohn der Ernte. Den amerikanischen Boden bebauen) erzählt die Geschichte der Familie und der Farm des Autors. Er spannt einen Bogen von der Einwanderung seiner Großeltern zur Zeit der Jahrhundertwende über ihre Erfahrungen als Siedler und die Internierung der gesamten Familie in einem Lager für japanische Einwanderer im Zweiten Weltkrieg bis hin zu den rasanten Entwicklungen und Umbrüchen der modernen Landwirtschaft. Mit seinen neuesten Werken »Four Seasons in Five Senses: Things Worth Savoring« (2003; Ü: Vier Jahreszeiten in fünf Sinnen. Dinge, die es auszukosten lohnt) und »Letters to the Valley« (2004; Ü: Briefe ins Tal) setzt der Autor seine wortgewandte Hommage an die kalifornische Scholle fort.

Masumoto ist Mitglied zahlreicher lokaler Stiftungen und Vereinigungen, die sich für Farmerfamilien und für die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität in Kalifornien einsetzen. Er konzipierte und kuratierte die Ausstellung »Country Voices, Three Generations of Family Farmers«, die im Fresno Metropolitan Museum und im Japanese American National Museum gezeigt wurde. Seit 2002 ist er im Vorstand der Irvine Foundation. Er lebt mit seinem Vater, seiner Frau und ihren zwei Kindern auf seiner Farm.

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