23. ilb 06. – 16.09.2023

Grada Kilomba

Grada Kilomba ist eine interdisziplinäre Künstlerin und Autorin, die in Lissabon geboren wurde und in Berlin lebt. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit Erinnerung, Trauma und der Dekolonisierung von Wissen. »Wer kann sprechen?« , »Wovon können wir sprechen?« und »Was passiert, wenn wir sprechen?« sind drei konstante Fragen in Kilombas Werk.

Sie ist vor allem bekannt für ihre unkonventionelle künstlerische Praxis und ihr subversives Schreiben, in dem sie ihren eigenen Texten Körper, Stimme und Bild verleiht.  Sie arbeitet mit verschiedenen Formaten, darunter Performance, szenische Lesung, Publikation, Film und Installation.

Ihre Arbeiten wurden mehrfach international ausgestellt, u.a. bei der Berlin Biennale (2018), der Documenta 14 (Kassel, 2017), der 32. Biennale São Paulo (2016) sowie in Museen und Kunstzentren wie z.B. e-flux, New York (2019), Kadist Art Foundation, Paris (2019), The Power Plant, Toronto (2018), MAAT, Lissabon (2017), Maxim Gorki Theater, Berlin (2017) und Wits Theater, Johannesburg (2016).

Kilombas Werk wurde in mehreren Kunstkatalogen veröffentlicht, die ihre jüngsten Einzelausstellungen begleiten: »Poetic Disobediences« (2019) findet  derzeit in der Pinacoteca de São Paulo statt. Sie ist Autorin des Buches »Plantation Memories« (Unrast 2008), das 2008 beim internationalen literaturfestival berlin vorgestellt wurde und vor kurzem ins Portugiesische übersetzt und in Portugal (Orfeu Negro, 2019) und Brasilien (Cobogó, 2019) veröffentlicht wurde.  Das Buch feierte Premiere auf dem  »FLIP- International Literature Festival Paraty« (2019) und wurde dort als Bestseller des Festivals gefeiert.

Kilomba ist promovierte Philosophin an der Freien Universität Berlin und hat an mehreren internationalen Universitäten gelehrt, zuletzt als Gastprofessorin an der Humboldt-Universität Berlin zu ihrer Arbeit »Performing Knowledge«. Kilomba wird durch die Goodman Gallery in Johannesburg, Südafrika, vertreten.