Programm Sprachen: Spanisch

SAMANTA SCHWEBLIN: Das gute Übel

Unheimlich, eindringlich und intim – Schweblins Erzählungen lesen sich wie moderne Märchen. »In denHänden von Samanta Schweblin wird eine einzelne Geschichte zur Theorie von beinahe allem.« [ColumMcCann] In »Das gute Übel« [Ü: Marianne Gareis] verwebt sie Geschichten über Familie, Trauer undReue mit phantasmagorischen Bildern – und zeigt, wie fragil und

CRISTINA RIVERA GARZA: Lilianas unvergänglicher Sommer

Eine junge Frau wird von ihrem Ex-Partner ermordet – ein Femizid, ungesühnt. 29 Jahre später begibt sich ihre Schwester, die Autorin Cristina Rivera Garza, auf literarische Spurensuche. Sie schreibt gegendas Schweigen an, ringt mit der Sprache und der Bürokratie der Justiz. Entstanden ist ein Text über Erinnerung, Verlust und Gerechtigkeit.

Gen Norden: Geopolitische und formale Grenzüberschreitungen

Roxana Crisólogo und Claudia Ulloa Donoso sind aus Peru in den hohen Norden Skandinaviens gezogen– nach Finnland und Norwegen. Sie haben geopolitische wie ästhetische Grenzen überschritten und genreübergreifende Werke geschaffen, die den Status quo in Frage stellen. In Gedichten, die wie Essays, Briefe oder Lieder klingen, und Romanen gewunden wie

VELIA VIDAL: Aguas de estuario

Eine Frau namens Velia schreibt Briefe darüber, wie sie in ihre Heimat, Chocó, zurückkehrt – die Grenze zwischen Autorin und Romanfigur verwischt. Vidal schreibt über die Kraft der Gemeinschaft, die Macht des Erzählens und wie es sich anfühlt, an einen Ort heimzukehren, dem man nah und fern zugleich ist. Mit

You Glow in the Dark – Eine Performance

Nach einem radiologischen Zwischenfall geraten Systeme ins Wanken. Eine Gruppe leistet Widerstand – mit Ritualen, Bewegung, Musik. Basierend auf »You Glow in the Dark«, einer Erzählung der bolivianischen Schriftstellerin Liliana Colanzi, inszeniert die Compañía La Soledad eine dichte, interdisziplinäre Performance. Es geht um Angst, Kontrolle, Beharrlichkeit – und um das

A Woman’s Nature?!

Was bedeutet Geschlecht in einer Welt, die nach neuen Formen des Zusammenlebens sucht – über Arten- und Körpergrenzen hinweg? Für Gabriela Wiener ist der Körper ein antikoloniales Labor der Nähe, Luisa Reyes Retana schreibt von weiblichen Kollektiven als Ort des Widerstands. Eliana Hernández-Pachón sucht in ihrer Lyrik nach einer posthumanen

GABRIELA WIENER: Huaco Retrato – Unentdeckt

Ein Ururgroßvater, der im 19. Jahrhundert tausende Artefakte aus Peru und Bolivien nach Europa brachte – und beinahe Machu Picchu entdeckte –; ein Vater mit Doppelleben und mittendrin: eine Erzählerin, die den Namen der Autorin trägt. Gabriela Wieners autofiktionales Werk ist ein wilder Ritt durch Vergangenheit und Gegenwart, der Zeit-