Programm Format: Panel

Cultural Policy against Mistrust

In Europa scheint das Misstrauen gegenüber öffentlich geförderter Kunst und Kultur zu wachsen. Rechtspopulistische Kampagnen diffamieren sie als »woke« oder elitär, während progressive Stimmen ihre Instrumentalisierung kritisieren, die sie mit übermäßiger Agendasetzung teilweise selbst gefördert haben. Die Kunstfreiheit ist von mehreren Seiten bedroht. Wie kann eine zeitgemäße Förderpraxis aussehen, die

Connecting Literary Festivals

Wie gehen Literaturfestivals mit Herausforderungen wie KI und sinkender Lesekompetenz um? Was macht gute Kuration aus? Es diskutieren die Festivaldirektor:innen Marta Czarnecka (Polen // Literacki Sopot Festival), Govind Deecee (Indien // Kerala Literature Festival), Federico Eisner (Chile // Festival Poesía y Música PM, Santiago), Yuliia Кozlovets (Ukraine // Arsenal Festival,

Ernstfall Zeitenwende

Steht Europa vor dem Krieg? Der russische Überfall auf die Ukraine hat eine Zeitenwende ausgelöst. Die Bundeswehr bereitet sich auf den Ernstfall vor. Laut Verteidigungsministerium muss sie wieder kriegstüchtig werden, um einen Angriff auf NATO-Gebiet abzuwehren. Ob die sicherheitspolitische Bedrohung realistisch ist und wie jetzt und zukünftig auf sie reagiert

Schreiben – Zwischen – Welten

»Exil ist das Land der Zwischenräume« [Ilija Trojanow]. Was passiert beim Schreiben, wenn der Wohnort und das vertraute Umfeld plötzlich nicht mehr zugänglich sind? Taqi Akhlaqi, Alhierd Bacharevič, und Stella Nyanzi mussten aus politischen Gründen ins Exil gehen. Sie sprechen über ihre Erfahrungen bei der Suche nach Halt und über

Tradwife Reloaded

Frauenrechte sind Menschenrechte. Weltweit treten Frauen in autokratischen Systemen, wie dem Iran oder Belarus, unter Lebensgefahr für ihre Gleichberechtigung und Freiheit ein; während parallel in demokratisch regierten Ländern ein Social-Media-Trend entsteht, der ein ultrakonservatives Frauenbild wiederbelebt: Kinder, Küche, Kirche. Shila Behjat kommt mit der iranischen Autorin Aliyeh Ataei und der

Sprachgewalt

Sprache schafft Wirklichkeit – Worte prägen unser Denken, Metaphern verschieben Bedeutungen, und Begriffe können ganze Weltbilder formen oder verzerren. Der Übersetzer Olivier Mannoni hat sich bei der Übersetzung von Hitlers »Mein Kampf« intensiv mit der zerstörerischen Kraft von Sprache auseinandergesetzt. Gemeinsam mit dem Journalisten Nikolaus Blome und dem Philosophen Tim

Gesellschaft im Wandel – Zhang Yueran über Erinnerung und das heutige China

Wie hat sich die chinesische Gesellschaft seit dem Ende der Mao-Ära verändert? Welche Brü-che prägen die Generationen, und wie gehen junge Chines:innen mit der Vergangenheit um? Zhang Yueran, eine der wichtigsten literarischen Stimmen Chinas erkundet in ihren Romanen familiäre und gesellschaftliche Konflikte, thematisiert Schuld, Erinnerung und Verantwortung. Im Gespräch reflektiert

Wandellesungen

In einer Reihe kurzer Lesungen stellen Autor:innen an vier verschiedenen Orten im Dokumentationszentrum Texte und Gedichte in Intervallen vor. Während der Pausen kann zwischen den Orten und Präsentationen gewandelt werden. Ausstellungssaal: Exil-Lyrik per Knopfdruck Ein Knopfdruck – ein Gedicht. Der Exil-Poesieautomat gibt Texte über Flucht, Heimat und Exil aus. Epochen-

Literatur im Exil – Exil in der Literatur?

Was ist ›Exilliteratur‹? Handelt es sich um Literatur, die Exil thematisiert oder um Literatur, die im Exil entstanden ist? Kann man Literatur unter dem Begriff ›Exil‹ überhaupt zusammenfassen? Und wer definiert eigentlich, was Exil ist? Der Journalist Can Dündar und die Regisseurin Irene Langemann sprechen mit dem Autor Uwe Wittstock

USA unter Trump 2.0

Donald Trump ist zurück – und mit ihm die Sorge um die Zukunft der US-Demokratie. Was bedeutet sei- ne zweite Amtszeit für das Selbstbild der Vereinigten Staaten und ihre Rolle in der Welt? Die Schriftstel- lerin Jamaica Kincaid, der Historiker William Hitchcock und die Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Kolbert sprechen über gesellschaftliche

Im Recht des Menschen // vorverlegt vom 18.09.

Wie setzt man sich in diktatorischen Staaten für Menschen und ihre Rechte ein? Davon können die beiden Nobelpreisträgerinnen Irina Scherbakowa und Swetlana Alexijewitsch aus eigener Erfahrung berichten. Seit über vierzig Jahren geben sie jenen eine Stimme, die in den ehemaligen Sowjetstaaten bis heute kein Gehör bekommen haben; und sehen sich

[Männliche] Einsamkeit

Einsam – viele sind es, während der Pandemie wurden es noch mehr, vor allem unter den Jüngeren. Viele Jungen und Männer sind betroffen, sprechen aber selten darüber. Oft bleibt ihr Rückzug lautlos, ungesehen. Welche Rolle spielen Freundschaften, Gaming, Sozialisation? Und: Kann man sich selbst heraushelfen – durch Denken, Schreiben, Sprechen?