22. ilb 07. - 17.09.2022

ilb Jahre: 2005

Zhai Yongming

Ihr poetisches Werk zeichnet eine beispielhafte Entwicklung aus. Es beginnt 1983 mit der privaten Publikation des Zyklus »Frauen«, der mit seiner Dunkelheit noch ganz in der Nachfolge der Hermetischen Schule steht, aber gleichwohl schon Anzeichen eines neuen feministischen und poetischen Diskurses zu erkennen gibt. Der Aufenthalt in New York Anfang

Zheng Chouyu

Zheng Chouyu wurde 1933 in Jinan, Provinz Shandong, geboren und wuchs in Peking auf. Er ist der Sohn eines hohen Militärbeamten. Dies prägt sein Werk, das nur auf den ersten Blick rein lyrischer Natur ist. Auch die politische Einstellung wird in seinen Gedichten nicht unmittelbar deutlich. Obwohl ein Linker, entschied

Yoko Tawada

Yoko Tawada wurde 1960 in Tokio geboren. Mit zwölf Jahren schrieb sie einen ersten Roman, den sie in Form von Fotokopien verteilte. Sie studierte Literaturwissenschaft, Schwerpunkt Russische Literatur, und ab 1982 Neue Deutsche Literatur in Hamburg. Sie promovierte über »Spielzeug und Sprachmagie in der europäischen Literatur« und begann auch auf

Xabier Puente Docampo

Xabier Puente Docampo wurde 1946 im spanischen Rábade geboren und gehört zu den führenden Kinder- und Jugendbuchautoren Galiziens. Nach seinem Studium arbeitete er als Lehrer, Kolumnist, Drehbuchautor, Redakteur für Radio Nacional de España, Schauspieler und Regisseur für Theater und Fernsehen. Zudem war er 1989 Gründungsmitglied der Asociación Galega do Libro

Wolfgang Fritz Haug

geboren 1936 in Esslingen, lehrte bis 2001 Philosophie an der Freien Universität Berlin. Er gibt seit 1959 die Zeitschrift »Das Argument« heraus. Anfang der 1970er-Jahre prägte er den Begriff der Warenästhetik, der heutige Konsumismus trägt für ihn den »Schein der Klassenlosigkeit«. Von 1996 bis 2001 war er Gründungsvorsitzender des Instituts

William Gass

William Gass wurde 1924 in Fargo, Norddakota, geboren. Er wuchs in Ohio auf und diente im Zweiten Weltkrieg bei der Marine. Sein Studium der Philosophie am Kenyon College und an der Cornell University schloss er 1954 mit einer Dissertation über die Metapher ab. Seitdem stehen Sprache, Stil und die Schnittstelle

Wanda Coleman

Wanda Coleman wurde 1946 in Watts geboren. Diese südkalifornische Gemeinde sollte 1965 für Unruhen bekannt werden, die von Übergriffen weißer Polizisten auf den Schwarzen Marcus Frye ausgelöst wurden und sechs Tage andauerten. Die »Watts Riots« brachten Coleman dazu, das Schreiben als bevorzugte künstlerische Ausdrucksform zu wählen, und politisierten sie. Sie

Vyvyane Loh

Vyvyane Loh wurde im malaysischen Ipoh geboren. Sie wuchs in Singapur auf und studierte in den USA Biologie und Sprachen der Antike an der Boston University. Anschließend nahm sie ein Medizinstudium an der Boston Medical School auf und arbeitete als Internistin. Nach einer kurzen Tätigkeit in einer Privatpraxis gab sie

Vénus Khoury-Ghata

Vénus Khoury-Ghata wurde 1937 im nordlibanesischen Bcharré geboren. Sie wuchs mit drei Geschwistern in einem christlichen Beiruter Viertel auf. Ihre Muttersprache war Arabisch, während ihr Vater die französische Sprache und Kultur vorzog. So verliefen ihre ersten Schreibversuche denn auch »auf Französisch von links nach rechts und auf Arabisch von rechts

Ulrich Woelk

Ulrich Woelk wurde 1960 in Bonn geboren und wuchs in Köln auf. Von 1980 bis 1987 studierte er Physik und Philosophie in Tübingen, promovierte 1991 über »Weiße Zwerge in engen Doppelsternsystemen« und arbeitete bis 1995 als Astrophysiker an der TU Berlin und an der Universität Göttingen. In dieser Zeit entstanden

Tomas Lieske

Tomas Lieske wurde 1943 in Den Haag geboren. Er arbeitete zunächst als Lehrer, bevor er – nach ersten Veröffentlichungen im Alter von 38 Jahren in den Literaturzeitschriften »Tirade« und »De Revisor« – Redakteur von »Tirade« wurde. Eine Auswahl seiner darin veröffentlichten poetologischen Essays erschien 1989 unter dem Titel »Een hoofd

Tim Corballis

Tim Corballis wurde 1971 in Montreal geboren, lebt seit 1977 in Neuseeland. Er studierte Mathematik und Philosophie und arbeitete als Bibliotheksassistent, Bildredakteur, Kurator und Wissenschaftsvermittler. Er verfasste Romane, Kurzgeschichten und Essays, in denen er sich zunehmend mit dem Problem beschäftigt, wie man in unpolitischen Zeiten politisch schreibt. 2005 wurde er