Duncan Tonatiuh  [ Mexiko ]

Biographie

Portrait Tonatiuh
(c) Miles Vidor

Gast des ilb 2018.

Bibliographie

Dear Primo: A Letter to My Cousin
Harry N. Abrams
New York, 2010
Diego Rivera: His World and Ours
Harry N. Abrams
New York, 2011
Pancho Rabbit and the Coyote
Harry N. Abrams
New York, 2013
Separate is Never Equal: Sylvia Méndez & Her Family’s Fight for Desegregation
Harry N. Abrams
New York, 2014
Funny Bones: Posada and His Day of the Dead Calaveras
Harry N. Abrams
New York, 2015
The Princess and the Warrior: A Tale of Two Volcanoes
Harry N. Abrams
New York, 2016
www.duncantonatiuh.com

Duncan Tonatiuh, geboren 1984 in Mexico City, schreibt und illustriert Bücher für Kinder und Erwachsene. Der Sohn eines amerikanischen Vaters und einer mexikanischen Mutter wuchs in San Miguel de Allende auf, bis er als Teenager in die USA zog und in Massachusetts die Highschool besuchte. Bereits als Kind inspirierten ihn Comics und Animes dazu, eigene Superheldengeschichten zu schreiben und zu illustrieren. Seit der Highschool interessierte er sich auch für Malerei, insbesondere für Vincent van Gogh und Egon Schiele. Tonatiuh studierte bis 2008 an der Parsons School of Design und dem Eugene Lang College in Manhattan und spezialisierte sich auf Illustration und Schreiben.
Sein erstes Kinderbuch »Dear Primo: A Letter to My Cousin« (2010; Ü: Lieber Primo. Ein Brief an meinen Cousin) handelt von zwei Cousins, von denen einer in einer amerikanischen Stadt, der andere auf einer Farm in Mexiko lebt. Charlie fährt mit der U-Bahn zur Schule, Carlitos mit dem Fahrrad; Charlie spielt im Herbstlaub, Carlitos unter Kakteen. Sinnliche Wahrnehmungen wie Klang, Geruch und Geschmack verdeutlichen die Unterschiede in ihren Lebenswelten, auch wenn sich Charlie und Carlitos in ihrem Wesen ähnlich sind. Im Text sind spanische Wörter eingestreut, die Illustrationen sind inspiriert von der alten Kunst der Mixteken und anderer Kulturen Mexikos. In »Diego Rivera« (2011) erzählt Tonatiuh von einem schelmischen Jungen, der früh eine ausgeprägte Leidenschaft für die Kunst zeigt und schließlich zu einem der berühmtesten Maler seiner Zeit wird. In »Pancho Rabbit and the Coyote« (2013; Ü: Hase Pancho und der Kojote) reflektiert Tonatiuh in einer allegorischen Tiergeschichte über ein auf seinen Vater wartendes Hasenjunges die schweren Lebensumstände vieler mexikanischer und zentralamerikanischer Familien, wenn Eltern versuchen, ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, indem sie illegal die Grenze überqueren. Mit »The Princess and the Warrior« (2016; Ü: Die Prinzessin und der Krieger) erzählt Tonatiuh eine alte mexikanische Legende neu: Prinzessin Izta will den einfachen Krieger Popoca heiraten. Doch der Kaiser fordert, Popoca müsse erst seinen Feind Jaguar Claw besiegen. Dieser besticht einen Boten Popocas und lässt Izta mitteilen, Popoca sei im Kampf getötet worden. Um ihren Schmerz zu betäuben, nimmt sie einen Trank zu sich und fällt in einen tiefen Schlaf. Als der siegreiche Popoca zurückkehrt, kann er sie nicht wecken, bleibt aber an ihrer Seite – woraus zwei Vulkane entstehen: der immer noch schlafende Iztaccíhuatl und der Rauch und Asche spuckende Popocatépetl, der versucht seine Geliebte aufzuwecken.
Tonatiuh illustrierte auch Bücher anderer Autoren und erhielt zahlreiche Preise, darunter den Pura Belpré Award, die Robert F. Sibert Informational Book Medal und den New York Times Best Illustrated Children’s Book Award. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Mexiko.

abgelegt unter: