Nicolas Mahler  [ Österreich ]

Biographie

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Nicolas Mahler

Gast des ilb 2013.

Bibliographie

Das Unbehagen

Edition Moderne

Zürich, 2005

Kunsttheorie versus Frau Goldgruber

Reprodukt

Berlin, 2006

Die Zumutungen der Moderne

Reprodukt,

Berlin 2007

Die Herrenwitz-Variationen.

Edition Moderne

Zürich 2008

Molch (mit Heinz Wolf)

Luftschacht

Wien, 2008

Längen und Kürzen

Luftschacht

Wien, 2009

Spam

Reprodukt

Berlin, 2009

Engelmann

Carlsen

Hamburg 2010

Pornografie und Selbstmord

Reprodukt

Berlin, 2010

Alte Meister

Suhrkamp

Berlin, 2012

Alice in Sussex

Suhrkamp

Berlin, 2013

Mein Thearpeut ist ein Psycho

Edition Modern

Zürich 2013

Nicolas Mahler wurde 1969 in Wien geboren und hat sich als Zeichner und Autor satirischer Comics und Cartoons sowie als Illustrator einen Namen gemacht. Seit Ende der 1990er Jahre hat er rund 30 Bücher auf Deutsch sowie unter anderem in Frankreich und Nordamerika veröffentlicht, seine Strips erschienen in Tageszeitungen wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, auf den Internet-Seiten des ORF und im Satiremagazin »Titanic« sowie weiteren Zeitschriften. Zudem hat er mehrere Zeichentrickfilme geschaffen, die teilweise auf seinen Comic-Figuren basieren.

Mahler gelegentlich als »Minimahlismus« bezeichneter Stil ist geprägt durch zeichnerische Reduktion, einen karikierenden Strich und einen schwarzen, oft selbstironischen Humor mit einer Prise Melancholie. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, so 2010 als bester deutschsprachiger Comic-Künstler mit dem Max-und Moritz-Preis beim Comicsalon Erlangen. 2006 war dort bereits sein Buch „Das Unbehagen“ als bester deutschsprachiger Comic ausgezeichnet worden. In der Begründung heißt es: »Die Figuren von Nicolas Mahler haben keine Augen, keine Ohren, keine Münder - aber sie haben zweifellos Charakter. Stets gelingt es Mahler, mit minimalistischen Zeichnungen und marginalem Humor seine wenigen Striche auf den Punkt zu bringen. Dabei pendelt er virtuos zwischen banal, absurd und kafkaesk.«

Mahlers Werke entwickeln ihren subtilen Witz oftmals aus der Kombination verschrobener Charaktere und absurder Situationen, seine Strips lassen sich sowohl als gehobener Unsinn wie als philosophisch angehauchte Meditationen über die menschliche Existenz verstehen. »Wie alle echten Humoristen ist auch Nicolas Mahler in Wahrheit ein Tragiker, der sich mit nichts Geringerem als der Conditio humana beschäftigt«, schrieb Christian Gasser in der NZZ. »Nur - sein Pessimismus wäre geradezu unerträglich, würde er ihn nicht hinter seinem Humor verstecken.«

Zuletzt erschienen von ihm zwei längere Erzählungen, die auf unterschiedliche Weise und sehr frei zwei literarische Vorlagen adaptierten bzw. als Ausgangspunkt eigener Erzählungen nahmen: »Alte Meister«, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Bernhard, sowie »Alice in Sussex«, basierend auf den Erzählungen von Lewis Carroll und H.C. Artmann. Mahler entwickelt seit Jahren seinen minimalistischen Stil weiter und experimentiert mit den formalen Möglichkeiten der Kunstform. So arbeitet er für den Kurzgeschichtenband »Dick Boss« mit einem Dutzend Autoren zusammen, die von ihm entwickelte Bilder in unterschiedlichen Anordnungen zu verschiedenen Geschichten verarbeiteten. Sein Buch »Engelmann« vereint Persiflagen auf Superhelden-Comics, für das Buch »Spam« ließ sich Mahler von absurden Werbe-E-Mails inspirieren.

Zu seinen wichtigsten Werken zählt der Strip »Flaschko: Der Mann in der Heizdecke«, in dem Mahler aus der Beziehung eines in seiner Heizdecke vor sich hin vegetierenden Mannes und seiner Mutter bemerkenswert tiefgründige Mini-Dramen entwickelt. Diese Reihe wurde nach ihrer Veröffentlichung als Comic auch als Figurentheater und als Hörspiel adaptiert. Auch sein Comic »Kratchovil« wurde als Marionettenstück adaptiert.

[http://www.mahlermuseum.at]

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