Mohsin Hamid  [ Pakistan, Großbritannien ]

Biographie

Hamid, Mohsin_portrait
c. Jillian Edelstein

Gast des ilb 2013.

Bibliographie

Nachtschmetterlinge

dtv

München, 2002

DuMont

Köln, 2013

[Ü: Thomas Mohr]

Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

Hoffmann und Campe

Hamburg, 2007

[Ü: Eike Schönfeld]

How to Get Filthy Rich in Rising Asia

Riverhead Books

New York, 2013

So wirst du stinkreich im boomenden Asien

DuMont

Köln, 2013

[Ü: Eike Schönfeld]

Mohsin Hamid wurde 1971 in Lahore geboren. Er verbrachte einen Teil seiner Kindheit in den USA, wo sein Vater an der Stanford University tätig war. Nachdem die Familie nach Pakistan zurückgekehrt war, besuchte er die Lahore American School. Anschließend studierte er an der Princeton University, wo seinerzeit u.~a. Joyce Carol Oates und Toni Morrison unterrichteten. In einem Workshop unter der Leitung Morrisons verfasste er eine erste Fassung seines Debütromans. Er schloss sein dortiges Studium summa cum laude ab. Einen weiteren Abschluss erwarb er an der Harvard Law School. In der Folgezeit arbeitete er in New York als Unternehmensberater bei McKinsey & Company.

Währenddessen nahm er sich Auszeiten, in denen er seinen literarischen Erstling »Moth Smoke« (2000; dt. »Nachtschmetterlinge«, 2002) fertigstellte: ein formal wie inhaltlich ambitioniertes Debüt, das Erzählinstanzen und Handlungsstränge miteinander verwebt. Vor allem die unmittelbar im Präsens verankerte Stimme des Icherzählers verleiht dem dezidiert zeitgenössischen Roman, in dessen Mittelpunkt ein Gerichtsprozess steht, seine besondere Verve. Der Roman wurde von Azfar Ali unter dem Titel »Daira« verfilmt und als »erster experimenteller Film im pakistanischen Fernsehen« bezeichnet. Hamids zweiter Roman »The Reluctant Fundamentalist« (2007; dt. »Der Fundamentalist, der keiner sein wollte«, 2007) wurde zu einem internationalen Bestseller. Abermals ist es der individuelle Ton des Protagonisten, der den Leser einnimmt – Changez, der in einem Café in Lahore monologisierend, immer an der Schwelle zu einem nie zustande kommenden Dialog, von einer Liebesaffäre erzählt, von dem Argwohn, den er nach dem 11. September erfahren hat, wie er schließlich seinen Job verloren hat und von Amerika nach Pakistan kam. Dieser Roman wurde von Mira Nair verfilmt. Hamids neuester Roman »How to Get Filthy Rich in Rising Asia« (2013; dt. »So wirst du stinkreich im boomenden Asien«, 2013) übernimmt die direkte Anrede des Lesers vom Genre der Selbsthilfe- und Karriereratgeber, welche er zusammen mit den ökonomischen und kulturellen Gegebenheiten persifliert, die solcherlei erst hervorbringen. Virtuos erzählt er vom Aufstieg eines namenlosen Jungen und einem maßlosen Wirtschaftssystem, in dem Wasser zur Handelsware wird.

Hamid schreibt regelmäßig Essays und Artikel für internationale Magazine und Zeitungen, u.~a. für »The New York Times«, »Time Magazine«, »The Guardian«, »The New Yorker«, und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Für sein Debüt erhielt er den Betty Trask Award und war auf der Shortlist des Hemingway Foundation/PEN Award vertreten. »The Reluctant Fundamentalist« wurde wie bereits »Moth Smoke« von der »New York Times« zu einem »Notable Book of the Year« gewählt und gewann den Ambassador Book Award, den Anisfield-Wolf Book Award sowie den Asian American Literary Award. Hamid lebt in Lahore, New York und London.

[http://www.mohsinhamid.com/]

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