Frida Nilsson  [ Schweden ]

Biographie

Portrait Nilsson
© Mia Carlsen

Gast des ilb 2011, 2018.

Bibliographie

Kråkans otroliga liftarsemester
Natur och Kultur
Stockholm, 2004
Ich, Dante und die Millionen
[Ill: Ulf K.]
Gerstenberg
Hildesheim, 2009
[Ü: Friederike Buchinger]
Ich, Gorilla und der Affenstern
[Ill: Ulf K.]
Gerstenberg
Hildesheim, 2010
[Ü: Friederike Buchinger]
Die maskierte Makrone auf der Jagd nach dem Feuerteufel
[Ill: Ulf K.]
Gerstenberg
Hildesheim, 2012
[Ü: Friederike Buchinger]
Hedvig! Die Prinzessin von Hardemo
[Ill. Anke Kuhl]
Gerstenberg
Hildesheim, 2014
[Ü: Friederike Buchinger]
Jagger, Jagger
[Ill. Lotta Geffenblad]
Natur och kultur
Stockholm, 2016
Hedvig! Der Sommer mit Specki
[Ill. Anke Kuhl]
Gerstenberg
Hildesheim, 2016
[Ü: Friederike Buchinger]
Siri und die Eismeerpiraten
[Ill. Torben Kuhlmann]
Gerstenberg
Hildesheim, 2017
[Ü: Friederike Buchinger]

Frida Nilsson, geboren 1979 in Hardemo, Schweden, entdeckte schon früh, angeregt durch die Arbeit ihres Vaters als Journalist und Theaterautor, ihre Leidenschaft für das Theater. Doch statt eine eigene Schauspielkarriere zu verfolgen, gab sie nach dem Abitur Theaterkurse für Kinder, arbeitete als Moderatorin von Kindersendungen für das Radio und von 2005 bis 2010 für das Kinder-Wissensmagazin »Hjärnkontoret« (Ü: Das Oberstübchen) im staatlichen Fernsehen. Sie war überdies als Synchronsprecherin tätig.
Während viele ihrer frühen Kinderbücher ihren Ursprung in den für das Radio verfassten Geschichten haben, werden ihre publizierten Kinderbücher mittlerweile umgekehrt erfolgreich für das Radio vertont. Auf die Frage, inwieweit autobiografische Bezüge in ihren Büchern eine Rolle spielen und ob es Tabuthemen im Kinderbuch gebe, antwortete Frida Nilsson 2009 der Tageszeitung »Sydsvenskan«: »Meine Bücher sind gespickt mit Details aus dem wirklichen Leben, das sind jedoch nicht zwangsläufig Dinge, die ich selbst erlebt habe […]. Man muss über alles schreiben können, aber eben nicht auf jede beliebige Art und Weise.« Die Wahl der ungewöhnlichen Handlungsorte und mitunter äußerst schrägen Figurenensembles überrascht nicht selten, ebenso wie die Dramaturgie ihrer Kinderbücher. Mit viel Wortwitz und einer guten Portion Slapstick sowie Lakonie zieht Frida Nilsson ihre Leser*innen jeglichen Alters bereits nach wenigen Seiten in den Bann der Abenteuer ihrer Protagonist*innen. So verfolgt man voller Neugier in »Apstjärnan« (2005; dt. »Ich, Gorilla und der Affenstern«, 2010), wie Jonna ungewollt durch eine riesige Äffin namens Gorilla adoptiert wird. Ihr neues Zuhause auf dem Schrottplatz bietet Jonna bisher unbekannte Freiheiten und Raum für eine individuelle Entfaltung. Als eine Trennung durch die Behörden droht, initiiert von einem alten Feind Gorillas, nehmen die beiden dies nicht kampflos hin. In dem Krimi-Kinderbuch »Jag, Dante och miljonerna« (2008; dt. »Ich, Dante und die Millionen«, 2009) erzählt Frida Nilsson die Geschichte des zu Unrecht des Bankraubs verdächtigten Bankdirektors Helge und seiner Begegnung mit der Ratte Dante auf einer Müllhalde. »Hedvig och sommaren med Steken« (2007; dt. »Hedvig! Der Sommer mit Specki«, 2016) erzählt davon, wie Hedvig in den Sommerferien Bekanntschaft mit Specki schließt, der mit seinem Vater das halb verfallene Sommerhaus im Wald bezieht. In »Ishavspirater« (2015; dt. »Siri und die Eismeerpiraten«, 2017) begibt sich die kleine Siri ganz in der Manier von Pippi Langstrumpf nach dem Verschwinden ihrer Schwester auf eine gefährliche Reise zu den Eispiraten, wo gefangene Kinder in einer Diamantenmine schuften müssen.
Frida Nilsson erhielt u. a. die Kröte des Monats (2010), den White Raven (2012), den Astrid-Lindgren-Preis (2014) sowie die Nils-Holgersson-Plakette (2016). Sie lebt auf der Insel Mörkö.


abgelegt unter: