Verónica Murguía  [ Mexiko ]

Biographie

Verónica Murguía Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2003.

Bibliographie

Historia y aventuras de Taté el mago y
Institutio Nacional de Bellas Artes
Mexiko, 1991

El guardián de los gatos
Eco/Conaculta
Mexiko, 1995

Mors Repentina
Verdehalago
Mexiko, 2001

Las aceitunas de Alí Jocha
SM
Madrid, 2003

Aladino y la lámpara maravillosa
SM
Madrid, 2003
[Ill. Mikel Valverde]

Alí Babá y los cuarenta ladrones
SM
Madrid, 2003
[Ill. Mikel Valverde]

Las babuchas de Abukassem
SM
Madrid, 2003

La noche de Scherezada
SM
Madrid, 2003

Simbad el marino
SM
Madrid, 2003
[Ill. Mikel Valverde]

Das grüne Feuer
Nagel & Kimche
Zürich 2003
[Ü: Ilse Layer]

El ángel de Nicolás
Ediciones Era
Mexiko, 2003

Stimme des Wassers: eine magische Reise durch die Wüste
dtv
München, 2004
[Ü: Ilse Layer]

Übersetzerin: Ilse Layer

Verónica Murguía wurde 1960 in Mexiko-Stadt geboren. Sie studierte einige Semester Geschichte, bevor sie ein Kunststudium aufnahm. Mehrere Jahre arbeitete sie als Aerobiclehrerin, Bananenbrotbäckerin sowie als Gastgeberin einer Radiotalkshow. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Mexiko-Stadt, unterrichtet an der Schule der Sociedad General de Escritores de Mexico und schreibt für die Tageszeitung „La Jornada“ die Kolumne „Las rayas de la cebra“ - eine „Hassliebeserklärung“ an den heimatlichen Großstadtdschungel. Murguía hat sieben illustrierte Kinderbücher, zwei Jugendromane und die 2003 erschienene Kurzgeschichten-Sammlung für Erwachsene „El ángel de Nicolás“ veröffentlicht. Gleich Schon zu Beginn ihrer Laufbahn wurde sie für ihr Kinderbuch „Historia y aventuras de Taté el mago“ (1990) mit dem Juan de la Cabada-Preis ausgezeichnet.

Seit 2001 liegt ihr erstes Jugendbuch in deutscher Sprache vor. „Auliya. Eine magische Reise durch die Wüste“ (1999) ist ein phantastisches Märchen für anspruchsvolle Leser, das in der Tradition der arabischen Prosadichtung steht. Es erzählt die Geschichte eines lahmen Beduinenmädchens, das verspottet in einen Nomadenstamm heranwächst und sonderbare Eigenarten entwickelt –dem Spott ihres Nomadenstammes ausgesetzt – beginnt, sonderbare Eigenarten zu entwickeln. Erst ein im Sterben liegender Fremder vermag es, Auliyas Herz zu öffnen und ihre magischen Fähigkeiten freizusetzen. Nach seinem dessen Tod beschließt das Mädchen, die ungeliebte Heimat hinter sich zu lassen und Abu al-Jakums Reise zum Meer zu vollenden. „Auliya“ berichtet in poetischer Sprache und mit beeindruckender Authentizität von dieser wunderbaren Reise, die das scheinbar so seltsame Kind in eine „zauberhafte“ Frau verwandelt. Murguías poetische Sprache ist poetisch, verziert mit fremdländischen Begriffen und durchflochten vom Motiv des Verlustes und des Wiederfindens. „Auliya“ Der Roman stand auf der Auswahlliste zum Rattenfänger-Literaturpreis (2002). Carlos Fuentes lobte den Roman ihn als „ein magisches und edles Buch“.

Nicht minder phantastisch ist das zweite Jugendbuch der Mexikanerin, „Das grüne Feuer“ („El fuego verde“, 1999), das 2003 in deutscher Sprache erschienen ist. Wiederum Auch dieses Mal versetzt sich die Autorin in eine ferne Zeit und fremde Kultur. Sie sagt: „Ich und bestätigt so mit ihre Aussage, zu schreiben, um in anderer Zeit und unter anderen Menschen zu leben. Was wie ein klassischer Mittelalterroman beginnt, entwickelt sich bald zu einer magischen Erzählung über die dreizehnjährige Luned, die in den Wäldern Brocelandias lebt. Mit dem fahrenden Geschichtenerzähler Demne geht sie in die Stadt, wo sie Lesen und Schreiben lernt. Von den vielen Menschen, den kalten Stadtmauern und der Ausgrenzung der Armen und Kranken abgeschreckt, entschließt sie sich, zurück in ihr Dorf zu gehen. Auf ihrem Heimweg begegnet sie dem Elf Erle, dem sie ins Reich der Elfen, Feen und Kobolde folgt. Letztlich wird sich Luned entscheiden müssen, ob ihr Zuhause im Märchenreich der Elfen im Wald ist, oder ob sie zurückkehrt zu Demne ins Reich der Menschen, wo jeder, früher oder später, alt wird und stirbt.

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