Lajos Parti Nagy  [ Ungarn ]

Biographie

Lajos Parti Nagy Portrait
© Doris Poklekowski, www.foto-poklekowski.de

Gast des ilb 2003.

Bibliographie

A hull�mz� Balaton: waldtrockenkammeri �tiratok

Jelenkor

P�cs, 1994

Esti kr�ta

Jelenkor

P�cs, 1995

Ibus�r. Mauz�leum: Sz�nm�vek

Jelenkor

P�cs, 1996

S�rbog�rdi Jol�n: A test angyala: Habsz�dia

Jelenkor

P�cs, 1997

Europink

Jelenkor

P�cs, 1999

�bersetzung: Edit Baranyai

Grafitnesz

Magvet�

Budapest, 2003

Meines Helden Platz

Luchterhand

M�nchen, 2005

�bersetzung: Ter�zia Mora

A fagyott kutya lába
Maveto
Budapest, 2006

�bersetzer: Edit Baranyai, Kinga Dornacher, Wilhelm Droste, Istran Orban, Terezia Mora

Lajos Parti Nagy wurde 1953 in Szeksz�rd, Ungarn, geboren. Da sein Vater Berufsoffizier war, verbrachte er seine Kindheit in verschiedenen St�dten Ungarns. Parti Nagy studierte zwar Literatur und Geschichte an der P�dagogischen Hochschule in P�cs, �bte seinen Beruf jedoch nicht aus. In den siebziger und achtziger Jahren lebte er in P�cs, wo er als Bibliothekar und von 1979 bis 1986 als Redakteur der Literaturzeitschrift �Jelenkor� t�tig war. Seit 1986 lebt er als freischaffender Schriftsteller und �bersetzer literarischer Werke in Budapest. Er �bertrug u. a. St�cke von Werner Schwab und Thomas Bernhard ins Ungarische. Anfang der neunziger Jahre schrieb er Feuilletons f�r die Literaturzeitschrift �Magyar Napl�. Bis zu dieser Zeit verfasste er auf literarischem Gebiet ausschlie�lich Gedichte; seitdem schreibt er auch Erz�hlungen, Romane, H�rspiele und Dramen. 1993 wurde sein erstes Theaterst�ck �Ibus�r� (dt. �Bahnstation Ibuschar�, 2003) von Theaterkritikern als bestes ungarisches Drama ausgezeichnet. Dieses St�ck wird, genau wie �Mauz�leum� (1994) und seine Dramen�bersetzungen und -bearbeitungen, oft an ungarischen und internationalen Theatern gespielt.
Kennzeichnend ist Parti Nagys obsessiver Umgang mit der ungarischen Alltagssprache. Immerwiederkehrende Wiederholungen, die zun�chst unbewusst �passieren�, dienen im weiteren Fortgang des Textes der gr��tm�glichen Pr�zisierung. Die Umgangssprache ist ihm lebendiges Reservoir und anstatt einer Verarmung sieht er im Ungarischen eine �barocke G�rung� am Werk. 1999 erschien ein viersprachiger Gedichtband (u. a. auch auf Deutsch) unter dem Titel �Europink�. Von 2001 bis 2002 lebte er als Stipendiat des DAAD in Berlin. 2005 erschien der erste Roman Parti Nagys in deutscher Übersetzung: Der allegorische Tierroman „Hõsöm tere” (2000; dt. „Meines Helden Platz“ Ü: Heldenplatz), in der Tradition der Swiftschen Satiren verfasst, wird von einem Erzähler, der nicht zufällig am Budapester Heldenplatz wohnt und einem von ihm abgespaltenen, unabhängigen Bewusstsein erzählt, das als „Held“ des Erzählers auftritt. Es wird Gefangener seiner neuen Nachbarn, einer „Partei der Tauben“, die die Macht in der Stadt übernommen hat. Parti Nagy gelang mit diesem Buch ein satirischer Abgesang auf Diktaturen aller Couleur.

� internationales literaturfestival berlin