»Visions 2030. Authors and Scientists on the Future of Cities« mit Kevin Barry [Irland], Helon Habila [Nigeria/ USA], Martina Löw [D] und Zeynep Aygen [Türkei]

15.09.2015 18:00 Uhr
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Literaturhaus Berlin
Autoren
Moderation
Dolmetscher
Preis 0 Euro
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ZUKUNFTSSTADT | PANEL

In seiner Vision für das Jahr 2030 wendet sich der irische Schriftsteller Kevin Barry seiner Geburtsstadt Limerick zu. Sein Text zeichnet das Bild einer posthumanen Gesellschaft, das nicht nur Elemente der Dystopien Orwells und Huxleys in sich vereinigt, sondern auch Motive seines Debütromans »City of Bohane« aufgreift. In Barrys schöner neuen Welt stehen selbst die Gefühle der Menschen unter staatlicher Kontrolle. Was bleibt, ist die Sehnsucht nach dem Verlorenen.

Von der Sehnsucht nach sozialem Aufstieg, wie ihn der Profifußball verheißt, handelt die im Elendsviertel Ajegunle, dem größten Slum von Lagos, angesiedelte Erzählung von Helon Habila. Mit dieser Thematik berührt der nigerianische Schriftsteller ein zentrales Zukunftsproblem, denn schon heute leben über eine Milliarde Menschen in informellen Sektoren. Prognosen zufolge verdoppelt sich diese Zahl bis 2030 und verdreifacht sich sogar bis 2050. Das heißt, schon im Lauf der nächsten Generation wird jeder dritte Mensch auf der Erde Bewohner eines Slums sein. Steuern wir auf eine posthumane Gesellschaft zu? Wie können die Städte mit dem zunehmenden »Verslumungsprozess« umgehen? Über diese Fragen diskutieren die Autoren gemeinsam mit der Stadtsoziologin Martina Löw und Zeynep Aygen.

Eintritt frei.


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